Abgeschleppt wegen temporären Halteverbot: Baumschnitt

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Hallo zusammen,

erstmal Sorry, falls es hier zu der Thematik schon die passende Antwort irgendwo gibt. Ich habe mir einige ähnliche Sachverhalte durchgelesen, aber fühle mich dennoch sehr unsicher. Bisher hatte ich zum Glück weder mit Verkehrsrecht noch mit allgemeinen Rechtsstreitigkeiten oder Anwaltsangelegenheiten Kontakt und hoffe deshalb, erstmal hier Ratschlag zu bekommen.

tl,dr: Ich hab mein Auto am Montag abgestellt und wurde am Mittwoch wegen Baumschnitt abgeschleppt. Die 72 Stunden Vorlaufzeit des temporären Halteverbots waren nicht um. Was mach ich nun?

Wir waren letzte Woche im Urlaub. Mein Auto parkte ich wie immer in unserer Straße (Anwohner frei, angrenzend an eine Hauptstraße, falls das was zur Sache tut). In der Straße wurden in letzter Zeit sehr viele großflächige Halteverbote eingerichtet, alle mit einer Vorlaufzeit mit mehreren Wochen. Deswegen, und weil die Grünfläche, neben der ich parkte, schon deutlich beschnitten war, hatte ich auch nicht damit gerechnet, dass dort noch was passiert.

Wir sind am Montag, 03.06. Vormittag um ca. 10:30 Uhr losgefahren, da stand noch kein Schild da. Am Samstag kamen wir zurück und mussten das Auto beim Abschleppplatz abholen. Am Scheibenwischer hing noch eine Verwarnung von 40€ "Sie parken im absoluten Halteverbot (Z.283) mit Behinderung Anderer. Konkretisierung: Baumschnitt)" Die Verwarnung wurde am Mittwoch, den 05.06.24, um 11:41 ausgestellt und um 11:44 wurde ich in Auftrag der Stadt abgeschleppt.

Beim Ordnungsamt haben wir auch schon angerufen, ein Aufstellprotokoll sowie eine Dokumentation von der Abschleppung gibt es. Das Schild wurde am Montag aufgestellt. Fotos dazu kann man nur mit einem gesonderten Termin ansehen. Der zuständige Mitarbeiter meinte nur frech "Ja das Schild fällt fast auf ihr Auto, das können sie nicht übersehen"...

Wie ich jetzt mittlerweile gelernt habe, muss bei temporären Halteverboten eine Vorlaufzeit von 3 vollen Tagen gewährt werden, bevor abgeschleppt werden darf. Die 72 Stunden sind ja hier nun ganz klar nicht um gewesen. Oder gibt es hier irgendwelche Sonderregelungen?

Die Rechnung vom Abschleppdienst hat mich 226€ gekostet, die Verwarnung habe ich erstmal nicht gezahlt. Wie soll ich bei der Sache nun vorgehen? Eine Rechtsschutzversicherung liegt eventuell bei meinem Vater vor, welcher der offizielle Halter des Autos ist, allerdings nicht sicher, ob diese noch aktuell ist. Lohnt es sich überhaupt, hier irgendwie vorzugehen oder sollte ich es einfach so hinnehmen? Und wenn ja wie gehe ich hier vor, reicht vielleicht erstmal ein Schreiben, an das Verkehrsamt?

Ich möchte natürlich nicht noch mehr Geld dabei verschwenden, aber die Ungerechtigkeit dabei nervt mich schon. Hätten sie mich einen Tag später abgeschleppt, hätte ich das natürlich akzeptieren müssen, aber da die vorgeschriebenen Zeiten nicht eingehalten wurden, lässt mich das Thema nicht in Ruhe.

Ich hoffe, Ihr könnt mir bei der Situation helfen, vielen Dank schonmal im Voraus!

Posted Jun 13, 2024, 6:12 AM UTC

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