Der Alltag macht mit krank
Von Montag bis Donnerstag sieht jeder Tag gleich aus:
- 5:30 Uhr Wecker
- 6:30 Uhr Auf Arbeit
- ca. 15:30 Uhr Arbeit Ende, öfters nun 16:00 Uhr Ende
- ca. 16:00 Uhr / 16:30 Uhr Zuhause
Da sind ca. 10,5 bis 11 Stunden pro Tag, welche nur mit Fertigmachen für Arbeit, Pendeln und Arbeit gefüllt sind. Freitags sieht es besser aus, da ist um 12:30 Uhr Ende.
Wie werden die restlichen Stunden von Montag bis Freitag gefüllt?
Einkaufen, Kochen, 2x Fitnessstudio, Wohnung versuchen halbwegs sauber zu halten, mit Kind spielen, Spielplatz etc., Zweisamkeit mit Ehefrau, evtl. bisschen Zocken. Spätestens um 22:00 Uhr muss ich dann auch im Bett liegen sonst bin ich nicht zu gebrauchen am nächsten Tag...
Ja ich weiß, das hört sich vielleicht nach einer völlig normalen Woche an, andere arbeiten ja viel mehr, haben viel mehr Kinder, Tiere, Verantwortung, anderen Menschen geht es viel schlechter, uns in Deutschland geht es doch noch guuuuut - ja, weiß ich alles, dennoch:
An fast jedem Freitagabend bin ich platt und müde.
Samstags werden oft Sachen noch erledigt, welche in der Woche liegen geblieben sind. Wir unternehmen als Familie viel, aber zum 50. Mal die gleichen Tierparks besuchen, die gleichen Schwimmbäder, Spielplätze etc. ist auch nicht mehr das Wahre. Ja, es ist für mein Kind, und ich sehe es gerne, wenn es sich freut, und irgendwo erfüllt es mich dann auch, aber ein anderer Teil von mir ist einfach nur tot.
Samstagabends bin ich dann immer schon mit den Gedanken an den Montag. Sonntags vielleicht noch die Eltern / Schwiegereltern besuchen. Sich dort das dauerhafte Geheule anhören, wie doof denn alles ist und dass es bergab mit Deutschland geht.
Und dann fängt wieder alles von vorne an.
Ich gehe langsam auf die 40 zu und frage mich "war's das?" - ja nochmal, ich weiß, es ist Geheule auf hohem Niveau, mir geht es doch gut, was mecker ich hier so rum.
Laufe ich auf eine Depression zu? Oder ist das nur das Älterwerden?
Posted Feb 25, 2025, 7:47 AM UTC