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BIDA, weil ich von meiner Freundin erwarte, dass sie meine Partnerin inkludiert?

Freundschaft

Hey zusammen, ich (w, 25) stecke gerade in einem Dilemma mit meiner besten Freundin (auch w, 25) und würde gerne wissen, ob ich vielleicht überreagiere oder ob meine Gefühle irgendwie nachvollziehbar sind. Als Kontext, meine Partnerin und ich sind fast drei Jahre zusammen und in einer gleichgeschlechtigen Beziehung (ist wahrscheinlich wichtig, um die Dynamik zu verstehen).

Seit Jahren gehe ich mit meiner besten Freundin gerne zu zweit auf Konzerte, da wir die gleichen Musiker hören. Seitdem ich meine Partnerin kenne, hat sich dies aber verändert und ich habe das Gefühl, dass meine Partnerin aktiv ausgeschlossen wird.

Es gab mehrere Situationen, bei welchen sich das gezeigt hat.

  1. Meine Freundin hatte die Möglichkeit Tickets für eine größere Künstlerin zu besorgen. Ich wollte diese auch mit meiner Partnerin erleben und schlug vor, dass wir ja zu zweit einen Trip in eine andere Stadt machen könnten und dann mit meiner Partnerin (und ihrer Schwester) noch einmal zu der Künstlerin in unserer Nähe gehen könnten. Dies hat meine Freundin abgeblockt und hat schließlich für alle geplanten Termine nur Tickets für uns beide besorgt. Das hat mich schon gestört. Ich wollte das Erlebnis mit beiden teilen und es war m.M.n schon ein Kompromiss mit meiner Freundin alleine und dann mit meiner Partnerin zusammen zu gehen. Als Begründung von ihr kam, dass sie einfach nur zweit gehen wollte.

  2. Das gleiche passierte dann noch einmal. Ich habe meine Freundin gefragt, ob sie mitkommen möchte (also mit mir und meiner Partnerin). Sie meinte daraufhin, dass sie die Musik nicht mehr mag (hat jetzt aber für eine kommende Tour sich wieder Karten geholt). Da dachte ich mir schon, dass das alles ein bisschen komisch ist.

  3. Ähnliches passierte nun noch ein weiteres Mal und das hat mich am meisten verletzt und traurig gemacht. Ich habe bei einer weiteren Künstlerin meine Freundin gefragt, ob wir nicht alle zusammen gehen wollen. Sie meinte, dass sie daran kein Interesse hat und dass sie dann lieber nicht gehen würde. Ich habe sie dann an dem Tag auf dem Konzert gesehen, sie ist also dann lieber mit ihrer Mutter gegangen, als mit mir und meiner Partnerin.

Ich hab ihr dann irgendwann eine Nachricht geschrieben, weil mich das traurig gemacht hat. Ich konnte nicht nachvollziehen, warum sie nicht mehr mit mir gehen wollte, zumal ich mich gerade bei diesen Konzerten drauf gefreut hätte, sie dabei zu haben. Es war auch ein sehr offensichtlicher Versuch, die beiden mal zusammen zu bringen, da von meiner Freundin aus kein Interesse diesbezüglich geäußert wurde.

Sie meinte daraufhin, dass sie das einfach nicht möchte und nur mit mir auf die Konzerte gehen möchte. Ich sagte ihr, dass sie mich somit jedoch vor die Wahl stellt, da ich mich dann zwischen den beiden entscheiden muss. Ich habe ihr auch gesagt, dass das meistens gar nicht möglich sei, wie sie sich das vorstellt, da wir alle drei die gleiche Musik hören und ich natürlich nicht meine Partnerin dann nur meiner Freundin zu Liebe auf dem Konzert ignorieren werde. Von meiner Freundin kam dann der Vorschlag, dass man sich ja Tickets für das gleiche Konzert, aber mit verschiedenen Plätzen holen kann (ist klar). Sie hat auch gesagt, dass man sich dann einfach mal entscheiden müsse.

Ich habe ihr versucht zu erklären, dass ich niemanden ausschließen will. Für mich ist ein Konzert eine einmalige Sache, da möchte ich die Menschen dabei haben, die mir wichtig sind. Ich hätte kein Problem damit, wenn Leute von ihr mitkommen würden. Es fühlte sich für mich eher so an, als wolle sie meine Partnerin nicht dabeihaben, obwohl ich versucht habe, sie beide mal einander näherzubringen. Für mich ist das halt keine Konkurrenzsituation.

Ich hab mehrfach versucht, sie einzubinden, und hätte mir umgekehrt auch gewünscht, dass sie wenigstens einmal versucht, sich auf meine Partnerin einzulassen. Stattdessen muss ich mich jetzt ständig entscheiden, was für mich einfach ein unnötiger Konflikt ist.

Ich hab ihr geschrieben, dass ich sie sehr gerne habe, aber wir anscheinend bei diesem Thema einfach auf keinen Nenner kommen und dass mir das alles langsam echt zu kindisch vorkommt. Seitdem kam keine Antwort mehr.

Ich bin ehrlich gesagt verletzt, auch weil ich das Gefühl habe, ihr ist es lieber, mir aus dem Weg zu gehen, als einmal Kompromisse zu machen. Gleichzeitig will ich aber auch nicht unfair sein, weil ich verstehe, dass ihr diese „Zweisamkeit“ bei Konzerten viel bedeutet hat.

Was meint ihr? Bin ich hier zu stur oder unfair? Oder ist es okay, dass ich nicht ständig zwischen meiner Freundin und meiner besten Freundin vermitteln/entscheiden will?

P.S. Bevor ich die Sache bei meiner Freundin angesprochen hatte, habe ich einen ähnlichen Post schon einmal verfasst. Dort haben einige geschrieben, dass meine Freundin vielleicht verliebt in mich sein könnte, oder auch homophob. Beides würde ich ausschließen. Ich bin mir sicher, dass die Situation viel mit Eifersucht zu tun hat, frage mich jedoch, welche Rolle ich dabei spiele. Ich finde das ganze nämlich ziemlich affig.

Posted Apr 15, 2025, 7:32 PM UTC

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