Tipps zum Umgang mit gefährlichen Situationen?
Meine Frau fährt meist mit dem Rad (Pedelec, tut hier aber eigentlich nichts zur Sache) zur Arbeit. Bis vor 5 Jahren ist sie seltenst mal in der Freizeit gefahren, deshalb bin ich stolz, dass sie das jetzt so konsequent tut. Diese Woche gab es nun einen Vorfall, wo sie auf einem Radfahrstreifen (durchgezogene Linie links und rechts, Benutzungspflicht) gefahren ist. Rechts davon Parkplätze. Ein Auto kam, hat sie überholt und vor ihr auf dem Streifen angehalten. Daraufhin hat sie auch angehalten, um nicht auf das Auto aufzuführen und gewartet. Das Auto ist dann aber auf einmal schnell rückwärts gefahren, um einzuparken. Sie konnte nicht so schnell die Situation verlassen (Fahrrad hat keinen Rückwärtsgang) und nur im letzten Moment durch Schlagen aufs Auto den Fahrer stoppen. Der war natürlich gelinde gesagt nicht fröhlich und hatte kein Verständnis dafür, dass es auf dem Radstreifen Fahrräder gibt.
Sie war aufgelöst und musste dann später nochmal anhalten, um sich auszuweinen. Wenige Tage zuvor hatte sie einen Autofahrer hinter sich, der die ganze Zeit gehupt hat, obwohl er über die freie Gegenfahrbahn bequem hätte überholen können. Ich vermute, weil an dem engen Gehweg ein Fahrrad frei hing.
Mir geht's nicht darum, wer im Recht war (natürlich sie), sondern was für sie in solchen Situationen am besten ist. Am besten ist höchstwahrscheinlich, was am wenigsten emotionalen Stress verursacht und Verletzungen vermeidet. Also im Zweifel lieber auf das eigene Recht verzichten. Habt ihr Tipps dazu?
Habt ihr generell Tipps für stressreduziertes Pendeln in der Stadt? Sie fährt schon Umwege, um weg der großen Straßen bzw durch den Wald zu fahren, aber an manchen Stellen muss sie durch wie auch an besagten Stellen.
Posted May 11, 2025, 4:42 PM UTC