Beziehung zu depressiver (platonischer) Freundin abbrechen

Ich (34 M) habe eine langjährige Freundin J. (39 W) die schon seit jeher an teilweise wirklich starken Depressionen leidet.

Ich habe mir immer Mühe gegeben ein offenes Ohr zu haben und Ihre Krankheit und Ihre Bedürfnisse ernstgenommen. Sie erwähnt auch regelmäßig, dass sie sehr dankbar darüber ist.

In den letzten Jahren ist ihr psychischer Zustand aber leider bei jedem Telefonat und jedem Treffen das Hauptthema und ehrlich gesagt bin ich es Leid... Ich kann nichts mehr sagen, was nicht schon vielfach gesagt wurde. Obwohl es auch angenehme Momente gibt, sind unsere Treffen mittlerweile in erster Linie eine Belastung für mich.

Nun bin ich zur Zeit auch in einer Phase, in der es mir schlecht geht und ich mir wirklich die Frage stellen muss ob es mir Wert ist auch noch den emotianalen Ballast und negativen Vibe von jemand anderen auf mich zu nehmen. Vor allem wenn ich in der sowieso schon knappen Freizeit meinen Hobbies nachgehen oder was mit meiner Familie unternehmen könnte.

Ich habe ihr schon vor einiger Zeit kommuniziert, dass es für mich nicht immer leicht ist mimer mit ihrer Krankheit konfrontiert zu sein und sie ist sich darüber natürlich auch bewusst. Aber was will man da machen sie kann natürlich nicht so tun als wär alles in Ordnung wenn wir uns sehen, das versteh ich auch.
Am liebsten würde ich mich momentan gar nicht mit dem Ganzen auseinandersetzen, ihr das erklären und auf unbestimmte Zeit Funkstille einrichten.
Aber natürlich mache ich mir große Sorgen um sie und außerdem hat sie außer mir eigentlich keine Freunde mehr.

Ich wäre um eure Ratschläge sehr dankbar!

PS:
Meine Freundin ist in professioneller Behandlung!

Posted Jun 3, 2025, 7:47 AM UTC

73
Loading comments…