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Fühle mich nach meiner perfekten Beziehung spurlos ausgelöscht – suche offene Worte

Trennung

Hallo zusammen, Ich, (m 30) und neurodivergent (ADHS + Autismus), gehe gerade durch die schwerste Trennung meines Lebens und hoffe auf ein paar offenes, verständnisvolles Feedback. Ich war fast 3 Jahre mit meiner Partnerin (w 27) zusammen. Es war für mich nicht nur eine Liebesbeziehung, sondern auch meine engste Freundschaft, mein sicherster Ort. Wir haben fast alles geteilt: Hobbys (Sport, Gaming, Kochen, cosplay), Japan-Reisen, Zukunftspläne – inklusive Kinderwunsch, der mir persönlich sehr wichtig ist.

Vor einigen Monaten hat sie begonnen, sich zu einem anderen Mann hingezogen zu fühlen. Wir haben daraufhin versucht, das Thema Polyamorie zu besprechen und offen damit umzugehen. Ich war skeptisch, aber aus Liebe zu ihr bereit, mich auf neue Perspektiven einzulassen. Ich habe gehofft, dass unsere Verbindung dabei nicht verloren geht. Leider kam es ganz anders: In Wahrheit war es keine gleichwertige Öffnung, sondern ein plötzlicher Rückzug aus der Beziehung die bis dahin für uns beide "perfekt" war. Sie hat sich schlagartig emotional entfernt und am Ende auch in diesen anderen Mann verliebt – mit dem sie laut eigener Aussage zum ersten Mal wirklich das Gefühl hatte, mit ihm Kinder bekommen zu wollen.

Diese Aussage hat mich extrem hart getroffen. Sie war das letzte Stück, das mir die Hoffnung nahm. Ich habe mich plötzlich wie komplett ersetzt gefühlt. Nicht nur als Partner, sondern auch als Mensch.

Seitdem habe ich das Gefühl, dass sie mir alles genommen hat, was mir zuvor Freude gemacht hat:

Meine Hobbys fühlen sich leer an, weil sie so stark mit ihr verknüpft sind.

Orte, Musik, Essen, alles hat Erinnerungen an sie – selbst mein geliebtes Krafttraining, das mich sonst immer stabilisiert hat, fällt mir schwer (trainiere etwa seit dem 16ten Lebensjahr)

Ich schlafe kaum noch, mein sozialer Rückhalt ist dünn geworden, weil ich in den letzten Jahren viele Freundschaften habe schleifen lassen.

Für mich als neurodivergenten Menschen ist es doppelt schwer: Veränderungen, Kontrollverlust, emotionale Ambivalenz – das alles löst in mir intensive, manchmal überwältigende Reaktionen aus. Ich habe das Gefühl, mein ganzes inneres System kommt mit dieser Trennung nicht klar.

Ich bin mittlerweile in Therapie (ACT, Hexaflex, Wertearbeit) und kämpfe jeden Tag darum, nicht völlig abzustürzen. Sport hilft ein wenig – aber der Schmerz sitzt tief.

Ich suche hier keine schnellen Ratschläge wie „die Zeit heilt alles“. Ich wünsche mir echte Resonanz:

Habt ihr Ähnliches erlebt? Vielleicht auch im Kontext von ADHS/Autismus oder komplexen Beziehungsformen?

Wie seid ihr damit umgegangen, wenn euch eine Person das Gefühl gegeben hat, nicht mehr genug zu sein?

Wie habt ihr es geschafft, eure eigenen Werte und eure Selbstachtung wiederzufinden?

Ich bin auch offen für langfristig ehrliche Verbindungen. Vielleicht ergeben sich Gespräche über gemeinsame Interessen (Gaming, Fitness, Cosplay, Kochen etc.). Gerade suche ich einfach ein paar Menschen, mit denen man sich auf Augenhöhe austauschen kann, ohne sich erklären oder schämen zu müssen.

Danke, dass ihr euch die Zeit genommen habt.

Posted Jun 9, 2025, 1:58 PM UTC

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