Platonische Freundschaft verunsichert mich

Ich (w, 28) habe einen engen männlichen Freund (m, 28), den ich ursprünglich vor 2 Jahren über eine Dating-App kennengelernt habe.

Am Anfang war es eher neutral zwischen uns – wir haben viel draußen unternommen, sind zusammen auf Schützenfeste gegangen, waren was trinken oder waren gemeinsam unterwegs. Es hatte eher den Charakter einer lockeren Bekanntschaft mit freundschaftlichem Vibe.

Über die Zeit hat sich daraus eine sehr enge Freundschaft entwickelt. Wir sehen uns regelmäßig, mal für ein paar Stunden, manchmal auch für mehrere Tage am Stück – z. B. wenn ich ihn in seinem Heimatdorf besuche.

Dort übernachten wir gemeinsam in der Wohnung seiner Mutter, die er zur Verfügung gestellt bekommt, wenn sie selbst nicht da ist.

Wir haben letztes Jahr zusammen Urlaub gemacht.

Dieses Jahr werden wir 2 gemeinsame Urlaube machen.

Ich bin mittlerweile auch bei Geburtstagen seiner Familie dabei (z. B. 90. Geburtstag seiner Oma), war schon öfter mit auf seinem Dorfschützen und habe mehrere seiner Verwandten kennengelernt (z. B. seine Oma, Schwester, Tanten, Cousins, Vater). Er kennt auch meine Eltern. Und er war auch bei den Geburtstag meiner Tante eingeladen. Ich war auch Ostern mit einem Teil seiner Familie unterwegs und wir wollen zukünftig auch mal wieder bei seinem Vater Grillen.

Was diese Freundschaft besonders macht – und mich manchmal auch irritiert – ist der intensive körperliche Kontakt zwischen uns.

Wir kitzeln uns sehr oft, er beugt dann seinen ganzen Körper über mich, sitzen nah beieinander, legen unsere Beine übereinander, er hebt mich hoch, sagt Dinge wie „Kann ich dich tragen?“ oder steckt mir spielerisch seinen Fuß an die Nase mit der Frage „Riecht mein Fuß?“. Oder er kommt mir ganz nah, haucht mich an und fragt, ob er aus dem Mund riecht.

Manchmal geht er leicht unter mein Shirt beim Kitzeln oder liegt mit seinem Körper über mir, während er das tut. All das passiert aber nur im privaten Rahmen – draußen oder in Gesellschaft ist der Umgang viel distanzierter.

Es gibt keine klassischen Liebesbekundungen, wir küssen uns nicht, wir liegen auch kaum Arm in Arm. Aber der Körperkontakt ist eben doch viel intensiver, als ich es aus anderen Freundschaften kenne – gerade, weil er oft initiiert wird, wenn wir auf dem Sofa sind, entspannt miteinander Zeit verbringen oder z. B. gemeinsam essen, Serien schauen oder einfach chillen. Das Ganze fühlt sich manchmal fast wie ein Paar-Alltag an, ohne dass es offiziell eine Beziehung ist.

Er sagt selbst, dass er „berechenbar“ sei – er wirkt zufrieden mit dem, wie es zwischen uns läuft. Es gibt Aussagen, die eine Zukunft andeuten („Wo feiern wir dieses Jahr Silvester – wieder bei dir?“ oder „Wir könnten doch mal gemeinsam ein Haus kaufen, mit zwei Wohnungen“ das wurde allerdings scherzhaft gesagt, da er gerade dabei ist, sich ein Haus zu kaufen), aber gleichzeitig redet er nicht über Gefühle oder Beziehung.

Ich bin in der Zwischenzeit verunsichert.

Nach außen wirkt es für Freunde und Bekannte wie eine Beziehung – auch, weil ich niemand anderen date und wir so viel Zeit miteinander verbringen.

Meine Freunde sagen auch Dinge wie: Du brauchst doch überhaupt keine Beziehung mehr, du bist doch eigentlich in einer

Ich frage mich: – Ist das noch Freundschaft oder eher eine Art „Beziehungsersatz“? – Wie normal ist so eine körperlich-emotionale Nähe in einer Freundschaft zwischen Mann und Frau? – Sollte ich diese Freundschaft beenden, bevor irgendjemand verletzt wird? Die Freundschaft kann so nicht weitergehen, wenn jemand von uns in einer Beziehung ist

Weil langsam mache ich mir Gedanken, ob nicht ich die Person bin, die am Ende verletzt aus dieser Freundschaft herausgeht

Sorry dass es wie KI wirkt und lang ist. Ich habe versucht, es mit KI zusammenzufassen

Bin gespannt, wie andere so eine Konstellation einschätzen würden.

Posted Jul 5, 2025, 7:22 PM UTC

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