Long COVID & Trennung- was nun
Freundin hat sich getrennt- wie kriege ich Sie wieder?
Hallo liebe Schwarmintelligenz,
Ich komme direkt zum Punkt. Ich bin männlich, 23 Jahre alt und leide seit circa 1 Jahr an Long Covid, 8 Monate davon relativ stark.
Im Januar diesen Jahres wurde ich leider von einem Tag auf den anderen bettlägerig. Ich war super schwach und tot. Meine Freundin und ich haben zu dem Moment zusammen in unserer Wohnung in Berlin-Mitte gewohnt (ich wohne gerade aus anderen Gründen wo anders). Mein Zustand hat sich bis zu diesem Zeitpunkt schleichend aber beständig über einen Zeitraum von circa 5 Monaten immer weiter verschlechtert.
Egal wie lange und wo ich gesucht habe, ich fand ums Verrecken niemanden der es behandelt und an der Charité wurde ich abgelehnt.
Im Sommer 2024 hatten wir noch einen Pflegehund da, weil wir gehofft hatten, dass mir das am Anfang helfen könnte, wieder fit zu werden. Die ersten 5 Monate nach der Infektion konnte ich noch halbwegs okay am Leben und der Ausbildung teilnehmen.
Im Oktober haben wir uns, auf mein Bestreben zur Bekämpfung der steigenden Einsamkeit, einen Welpen geholt. Naja, ab Januar war meine Freundin dafür auf jeden Fall allein verantwortlich.
Sie ist eine junge Polizistin und sehr geprägt durch ihre einfache, ostfriesische Familie und ihre Biographie. Starkes Sicherheitsbedürfnis, hohe Ansprüche an den Partner, schlechte Beziehungen gehabt daher vermurkste Kommunikationsfähigkeit, Reflexion eher so mäßig und sie macht sich wegen allem Sorgen. Trotzdem habe ich Sie (immer noch) sehr geliebt. Da ich ebenfalls nicht einfach bin , sowie ADHS und Autismus habe, und sie wahrscheinlich auch irgendwas, war es bei uns manchmal etwas schwer, weil zuerst mein bester Freund starb und sie dann die Pille abgesetzt hat, aber wir haben uns sehr geliebt und waren auf der selben Wellenlänge.
Leider hat COVID das alles zerstört. Ich wurde sehr labil und emotional, bekam zunehmend Stimmungsschwankungen und immer öfter verbale und körperliche Ausraster (zusätzlich zu den körperlichen Symptomen). Ich war als Kind zwar ab und zu weird, hab aber wie gesagt adhs. Sowas kannte ich von mir aber überhaupt nicht.
Im Verlauf der letzten sechs Monate sind die Streits immer weiter eskaliert und wir beide kamen irgendwie näher an unsere mentalen Grenzen. Die Versprgung von Long COVID kranken ist scheise, kein Arzt, kein Pflegegrad, alles doof.
Um es kurz zu machen: nach einem erneuten Streit habe zuerst ich mich, und nun die getrennt. Und dieses Mal richtig. Sie ist sehr sauer auf mich, möchte mit mir nichts zu tun haben, sagt es ist für immer vorbei, ich sei ein Narzisst, ich sei schwierig, ich sei zu krank usw. und so fort.
Das tückische ist, dass es bei mir gerade ab jetzt deutlich wieder aufwärts geht, ich nun Pflege habe und co. Also eigentlich all das, was davor dringend gewünscht wurde.
Zwar hat sie am Tag der Trennung noch gesagt, dass wir noch bestimmt zusammen kommen und ihre beste Freundin attestierte mir unter bestimmten Voraussetzungen (Zeit, Reden, mir geht es besser und co) auch sehr gute Chancen, aber was sie jetzt sagt, klingt dann doch sehr anders.
Leider kann ich es persönlich überhaupt nicht einschätzen. Bauchgefühl sagt 50/50. tut mir leid für den langen Text. Was sagt ihr?
Posted Aug 8, 2025, 5:00 PM UTC