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Ich schlage eine 95%-Erbschaftssteuer vor

Politik | Politics

So, nach diesem Ragebait-Titel gleich mal bissl die Luft rausnehmen: Mir ist klar, dass das niemals kommen wird, der politische Widerstand verständlicherweise extrem sein würde. Ich bin mir nicht einmal sicher, ob hier der Satire-Flair nicht passender wäre. Ich meine das definitiv nicht 100 % ernst, aber auch nicht 100 % unernst. Ich bitte interessierte einfach, sich auf ein kleines Gedankenspiel einzulassen. So here we go:

Ich habe eine ziemlich radikale Idee, um unseren Sozialstaat und den Immo-Markt langfristig zu retten, sowie die Lust an der Arbeit und dem Aufstieg wieder herzustellen.
Wir schaffen das Erben ab – und gleichzeitig muss niemand mehr in die Pensionsversicherung einzahlen.

Das Grundprinzip:
Wenn jemand stirbt, geht beinahe das gesamte Vermögen (Immobilien, Unternehmen, Kapitalanlagen etc.) an den Staat. Dieses Vermögen fließt in einen Nationalen Pensionsfonds, der langfristig in die Wirtschaft investiert (ähnlich wie der norwegische Staatsfonds). Die laufenden Pensionen werden aus den Erträgen und kontinuierlichen Zuflüssen neuer Erbmassen finanziert. Die Immobilien werden gemeinnützig vermietet, "Erben" haben meinetwegen ein Vorrecht, müssen aber dennoch Miete zahlen.

Das hätte drei gewaltige Effekte:

  1. Die arbeitende Bevölkerung hätte sofort 25–30 % mehr Netto, weil keine Pensionsbeiträge mehr nötig sind.
  2. Erbschafts-Ungleichheit verschwindet – niemand startet mehr mit einem Millionenbonus ins Leben.
  3. Der Immobilienmarkt implodiert - Wohnungen in Städten kosten plötzlich nicht mehr 1 Million sondern (Hausnummer) 300k, und sind somit wieder leistbar.

Unternehmensnachfolge?
Unternehmen würden in eine staatliche Nachfolgerbörse überführt. Ein Gremium entscheidet über die beste neue Führung – nach Kompetenz, nicht nach Familienname. Ein Teil des Gewinns fließt über einige Jahre zurück in den Fonds, quasi ein Management-Buy-out. So bleibt das Unternehmen privat geführt, Gewinne sind nach einiger Zeit ebenfalls privatisiert (Anreize müssen erhalten bleiben).

Eigenheime?
Auch die würden in den gemeinnützigen Wohnbau überführt. Das würde zwar eine Immobilienmarkt-Korrektur auslösen, aber langfristig wieder leistbaren Wohnraum schaffen. Kein Spekulationsobjekt mehr, sondern Nutzraum.

Kurz gesagt:
Das Vermögen der Toten finanziert die Zukunft der Lebenden.
Statt immer höhere Abgaben auf Arbeit zu verlangen, nutzen wir das, was ohnehin irgendwann frei wird – den Nachlass.

Vor allem finde ich, dass sich damit Leistung wirklich wieder lohnt. Wenn ich plötzlich 30 % mehr vom Netto habe und Wohnraum gleichzeitig wieder so leistbar ist (auch zur Miete), wäre ich als jnger Mensch persönlich schon wieder mehr zur Arbeit motiviert.

So, und jetzt lasst mich, wissen, warum wir damit den wirtschaftlichen Supergau auslösen ;) Cheers

Posted Oct 30, 2025, 4:05 PM UTC

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