Schwerer Fehler in Stromabrechnung
Hallo zusammen,
Ich habe vor einem Jahr ein Zweifamilienhaus gekauft und mit meiner Frau entschieden, dass wir dieses erstmal alleine bewohnen wollen. Im Keller gab es auch entsprechend zwei Stromzähler und weil ich nicht wusste in welcher der beiden Wohnungen wir mehr Strom verbrauchen werden, habe ich erstmal 2 Stromverträge über jeweils 1250kWh abgeschlossen. Im Sommer haben wir dann entschieden einen der Stromzähler ausbauen zu lassen, das wurde auch gemacht und die Abrechnung für den Zähler haben wir recht schnell bekommen, Verbrauch und Kosten haben gepasst. Allerdings hatten wir dadurch natürlich einen deutlich höheren Verbrauch auf dem verbleibenden Zähler. Da könnt ihr euch meine Überraschung vorstellen, als wir jetzt im Herbst mit der Abrechnung eine Rückerstattung über 420€ bekamen. Ich habe mir die Abrechnung angeschaut und gleich festgestellt, dass der Ursprüngliche Zählerstand nicht gestimmt hat. Statt 4100 kWh war beim Stromanbieter 6300kWh als Startzählerstand eingetragen.
Die Zählerstände hatte ich aber letzten Herbst sowohl dem Netzbetreibers, als auch dem Stromanbieter gemeldet (Habe E-Mails als Nachweis). Habe dann über die Seite des Netzbetreibers geschaut und da waren auch die 6300 hinterlegt, mit dem Vermerk "Vom Netzbetreiber geschätzt". Also hat wohl bei der Übermittlung meiner Daten letztes Jahr etwas nicht gepasst.
Ich habe dann natürlich als braver Bürger den Stromanbieter auf den Fehler hingewiesen, mit dem Hinweis auf die E-Mails vom letzten Jahr. Eine Woche später bekam ich dann die Korrektur mit einer Nachzahlung von 690€ (Die mittlerweile ausgezahlten 420€ + Mehrverbrauch). Habe ich auch bezahlt und somit ist das Thema erledigt.
Für mich ist jetzt allerdings die dringende Frage, hätte ich das tun müssen? Kennt da jemand die gesetzliche Grundlage?
Posted Dec 9, 2025, 8:47 AM UTC