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FOS total vergeigt, Uni abgebrochen kann ich mich trotzdem mit Realschulabschluss für eine technische Ausbildung bewerben?

Ausbildung

Hey Leute,

ich sitze gerade an meinen Bewerbungen für technische Ausbildungen (Elektriker, Klima-/Kältetechnik usw.) und bin total unsicher, wie ich meinen Lebenslauf aufbauen soll. Vielleicht kennt jemand diese Situation oder hat zumindest eine Meinung dazu.

Bei mir ist es so: Mein Realschulabschluss ist eigentlich der Abschluss, der mich am besten widerspiegelt. Der war an einer technisch orientierten Schule, Mathe lief gut, und insgesamt passt das viel besser zu dem, was ich heute wirklich machen möchte. Danach bin ich aber auf die FOS gegangen allerdings komplett in die falsche Richtung, nämlich Wirtschaft & Verwaltung. Damals war ich in einer ziemlich schlechten Phase, hatte weder Motivation noch den Mut, rechtzeitig abzubrechen, und habe mich eher durchgezogen als wirklich etwas gelernt. Entsprechend sieht der FOS-Abschluss aus, vor allem in Mathe, was für technische Ausbildungen natürlich nicht gerade hilfreich ist.

Nach der FOS war ich dann die letzten Jahre an der Uni, aber auch das ist letztlich im Sande verlaufen. Finanzielle Probleme, familiäre Belastungen und andere Dinge haben dazu geführt, dass ich das Studium abbrechen musste. Rückblickend muss ich ehrlich sagen: Die letzten drei Jahre waren einfach eine falsche Richtung. Ich habe erst in der letzten Zeit wirklich verstanden, wo meine Stärken liegen und was ich beruflich will. Nach viel Nachdenken komme ich zu dem Schluss, dass eine technische Ausbildung genau der richtige Weg für mich ist. Und jetzt versuche ich, diesen Fehler zu korrigieren und endlich etwas zu machen, das zu mir passt.

Und genau an diesem Punkt frage ich mich, wie ich meine Unterlagen gestalten soll. Ein Teil von mir überlegt, ob ich mich einfach nur mit dem Realschulabschluss bewerben soll, weil der positiv ist und den technischen Bezug zeigt. Dann würde ich FOS und Uni komplett weglassen und die Zeit neutral erklären. Aber das wäre schon ein ziemlich großer Eingriff in den Lebenslauf, und ich habe Angst, dass das nach hinten losgeht oder später Probleme macht.

Der andere Teil von mir sagt, ich sollte lieber ehrlich bleiben und alles reinschreiben auch wenn das bedeutet, dass mein FOS-Zeugnis mit der schlechten Mathe Note und der Uni Abbruch sichtbar sind. Aber dann habe ich wieder die Sorge, dass viele Betriebe mich schon beim ersten Blick aussortieren, ohne überhaupt zu sehen, dass ich heute viel motivierter bin und meine Mathekenntnisse inzwischen wirklich verbessert habe.

Ich frage mich einfach, was Ausbildungsbetriebe realistischerweise erwarten. Ist es normal, nur den Abschluss anzugeben, der für den Beruf relevant ist? Oder wirkt es komisch, wenn man FOS und Uni weglässt? Ist Ehrlichkeit hier eher ein Vorteil oder ein Nachteil?

Ich will nichts erfinden oder mich besser darstellen als ich bin. Ich möchte einfach nur eine ehrliche Chance, meinen Weg zu korrigieren und in einem Bereich Fuß zu fassen, der mir wirklich liegt.

Posted Dec 9, 2025, 8:48 AM UTC

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