Ich will unbedingt wieder in die Pflege einsteigen aber eine Sache hindert mich daran

Mental Health

Ich bin Mitte 20 und examinierte Gesundheits-und Krankenpflegerin. Ein Jahr nach meinem Examen bin ich aus dem Beruf raus. Meine äußeren Lebensumstände waren bescheiden. Psychisch ging es mir noch bescheidener, aber aus Gründen die ich damals nicht formulieren konnte. Das ist jetzt einige Jahre und viele Therapiestunden her. Mir geht's deutlich besser und ich habe mein Leben nennenswert mehr im Griff. Vor Kurzem habe ich angefangen über meinen Wiedereinstieg in die Pflege nachzudenken und habe es erstmals geschafft mein psychisches Problem von damals zu formulieren:

Ich vergleiche mich/meine Kompetenzen dauerhaft mit denen meines unmittelbaren Umfeldes. Auf der Arbeit sind das alle von Pflegekräften über Praktikanten bis zu den Ärzten (obwohl mir klar ist, dass das äußerst irrational und unfair ist). Dadurch schwankt mein Selbstbewusstsein auf der Arbeit unfassbar stark. Ich habe kein intrinsisches Vertrauen in mich/meine Kompetenzen. Vermutlich als Folge von frühen Erfahrungen mit Misshandlung/Vernachlässigung. Im Beruf fehlen mir objektive Parameter um meine Leistungen besser einschätzen zu können. All das ist natürlich Thema in meiner ambulanten Therapie. Trotzdem ist es sehr kräftezehrend und ich bin etwas aufgeschmissen was Lösungen angeht. Ich weiß nur, dass ich auf jeden Fall zurück in die Pflege möchte.

Deshalb an die Community:

  • Was kann ich tun um fundiertes und realistisches Vertrauen in meine beruflichen Kompetenzen zu finden?
  • Was kann ich tun damit ich mich selbst besser einschätzen kann ohne mich mit anderen zu vergleichen?

Hat jemand noch einen anderen Rat oder schlaue Worte? Ich bin für jede Hilfe dankbar.

Posted Dec 9, 2025, 9:47 AM UTC

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