Zwangseinweisung Minderjährige
Hallo zusammen, gestern ist mir im Bereitschaftsdienst in der Jugendhilfe folgendes passiert, das mich immer noch total ratlos zurücklässt. Jugendliche (17), lebt bei ihrem Freund. Hat sich 11 Pillen Benzos eingeworfen und vorher auch schon alles mögliche, das sie gefunden hat. Ihr Freund hat die restlichen Pillen weggeworfen, da sie die auch noch konsumieren wollte. Er hat dann den Rettungswagen gerufen, da sie nicht mehr richtig ansprechbar war. Der Sani rief mich dann an und erklärte mir, dass er sie nicht mitnehmen könne, da sie keinen Bock habe. Ich habe dann bisschen mit ihm rumdiskutiert und durch eine alte Überweisung des Hausarztes hat er sie dann doch mitgenommen, sie liegt jetzt auf der Intensiv und hat einen lebensbedrohlichen Zustand.
Laut PsychKG hätte er sie doch mitnehmen können, sogar müssen? Es war anzunehmen, dass sie sich noch mehr einwirft (akut selbstgefährdend) und war nicht mehr zurechnungsfähig. Mildere Mittel würden mir jetzt auch nicht einfallen. Besonders heikel finde ich es, da sie noch U18 ist.
Habe ich Recht? Wenn ja, wie kann ich nächstes Mal den Sani dazu bringen, dass er nicht mit mir diskutiert, sondern sie direkt mitnimmt?
Posted Dec 30, 2025, 9:12 PM UTC