Reduzierte Weiterbildungsmöglichkeit an kleinerem Haus hinnehmen?

Allgemeine Frage/Diskussion

Liebe Community,

ich befinde mich derzeit in einem persönlichen Dilemma.

Ich arbeite seit ca. einem Jahr in einem kleineren chirurgischen Fach an einem Maximalversorger, wo das Fach überproportional vertreten ist - wir haben eine immense Patientenfallzahl und machen beinahe alles, was das Fach zu bieten hat.

Ich bin für diese Stelle nach der Uni umgezogen und habe mich jetzt langsam hier eingelebt, ein paar soziale Kontakte geknüpft und die Wohnung einigermaßen eingerichtet, was alles nicht so leicht ist, wenn man durchschnittlich 60h arbeitet.

Und da beginnt das Problem: ich packe die Arbeitsbelastung nicht mehr.

Ich möchte Stellen wechseln, aber es gibt im für mich pendelbaren Umfeld nur noch eine weitere Klinik, die das Fach anbietet und die ist recht klein.

Ich habe dort bereits hospitiert und das Spektrum ist zum einen natürlich deutlich reduziert aufgrund der Klinikgröße. Zum anderen machen die Assistenten ungefähr die Hälfte von dem, was wir an meiner derzeitigen Klinik machen.

Eigentlich schätze ich ein breites Spektrum und viel Eigenverantwortung sehr und habe Sorge, dass meine Weiterbildung schlecht ist, wenn ich in ein kleineres Haus gehe.

Andererseits möchte ich nach dem Facharzt unverzüglich in eine Praxis und grade was das Operative angeht ist da eh nicht mehr viel.

Deshalb frage ich mich, ob es überhaupt so ein breites Spektrum braucht?

Umziehen kommt nicht richtig in Frage für mich aktuell, ich überlege sogar eher noch das Fach zu wechseln...

Vielleicht hat ja jemand der/die ähnliches durchgemacht hat ein-zwei Lebensweisheiten für mich

Posted Jan 27, 2026, 1:56 PM UTC

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