Unangenehm Auffallen auf der Arbeit - Wege zur Abfindung - Abfindung verhandeln BEM laufendes

Kündigung

So vielleicht kann man sich ja ein wenig austauschen.

Unsere Firma wurde vor einem Jahr übernommen nach dem großen Versprechungen, das alles gleich bleibt, wurde dann direkt zwei Monate später einen sozialplan eingeführt.

Sind ein finanzdienstleister über 500 Mitarbeiter.

Und der Kundenservice ist allerdings nicht vom sozialplan betroffen, sondern nur eher so die mittleren Positionen, die dann von der aufgekauften Firma und deren aktuellen Mitarbeitern nach und nach übernommen werden. Und das heißt, das sind für über 100-150 Kollegen gegangen worden. Für den Kundenservice sucht man aber Mitarbeiter nach nun über 6. 7 Jahren. Dort habe ich auch keine Lust mehr, weil ich nach dem Übergang alles extrem geändert hat. Viel mehr Aufgaben keine Änderung. Mein Gehalt jeden Tag Änderungen, müssen andere Bereiche lernen. Viel mehr fixiert auf zahlenziele. Homeoffice wurde halt neuestem auf die Hälfte in die kürzt. Jetzt nur noch zweimal die Woche möglich vorher viermal.

Dazu dann alles viel enger von der Taktung Telefonie Zeiten wurden gekürzt und und also es war ein entspanntes Büro arbeiten vorher und aktuell ist es wirklich so reines Callcenter überfüllt und extrem schlechte Stimmung in der ganzen Firma.

Klar will ich nicht meine kündigungsfrist aufgeben und von mir auch selber gehen, sondern ich möchte es so hinbekommen, dass der Arbeitgeber mich gehen lassen will und dazu habe ich auch schon einige Schritte unternommen.

Als erstes falls ihr in so einer Situation seid oder natürlich auch ohne sozialplan, könnt ihr das alles machen? Gibt es eine überlastungsanzeige. Diese schreibt ihr und schreib dort alles auf, was euch alles überlastet. Alle neuen Aufgaben, z.b die ganzen Änderungen bei den Zahlenzielen alle Kleinigkeiten die euch vorher schon genervt haben. Alles mit reinnehmen, das ist sehr wichtig bei einer späteren kündigungsschutzklage, da das in eurer Akte liegt und auch notiert wurde. Auch muss dann der Arbeitgeber mit euch ins Gespräch und Wege finden aufgrund der fürsorgepflicht Wege zu finden, die diese Überlastung begrenzen.

Als nächster Schritt gibt es natürlich bei einer längeren betriebszugehörigkeit, also wenn man eigentlich unbefristet ist und nicht mehr in der probezeit etc. Dass man halt häufiger krank wird. Nach ca. 6 Wochen Krankheit, muss auch nicht am Stück sein, muss der Arbeitgeber euch zu einem bem einladen.

Das ist ein betriebseingliederungsmanagement. Das heißt, das wird gemacht, um eventuell Krankheiten, die in Zukunft auftreten können zu verhindern. Ihr nehmt das Bem ​natürlich sofort an. Da es bei eine Ablehnung später bei einer Kündigung erfragt wird, ob der Arbeitgeber dies den angeboten hat und wie der Arbeitnehmer dann darauf reagiert hat. Wenn ihr abgelehnt habt, sieht das nicht gut aus für euch.

Daher annehmen und dann zum ersten Termin hingehen. Allerdings erzählt nichts nicht mal ein Wort über eure Erkrankungen. Über eure vorherigen fehlzeiten oder was dazu geführt hat hat und nehmt nichts in den Mund, was mit Krankheit oder Arzt zu tun hat. Denn das kann vom Arbeitgeber als Info genommen werden. Und dann daraus ein Strick gedreht werden, indem es heißt, der Arbeitnehmer wird immer wieder krank werden in der Zukunft. Er hat eine negative Prognose und deswegen kündigen wir ihn, weil es keine Hilfe für ihn gibt etc. Der Arbeitgeber könnte damit vor dem arbeitsgericht damit gut argumentieren. Daher auch keinen Fall irgendwelche Erkrankungen in den Mund nehmen. Einfach sagen, man ist ausgefallen und man ist jetzt aber wieder hier. Und man möchte natürlich bitte daran mitwirken, dass das in Zukunft nicht mehr passiert.

Wenn der Termin zum bem ansteht dann geht ihr dorthin, aber nimmt eine lange lange Liste voller komplizierter Vorschläge mit.

Vorschläge, die das Arbeiten dann erleichtern sollen, für euch und auch Krankheiten in Zukunft verhindern sollen. Typisch für Büro sind z.b welche Vorschläge wie. Reduzierung der Telefonie. Feste arbeitspläne, keine Wechsel währenddessen auf andere Tätigkeiten. Kein erlernen neuer Themen mehr. Uhrzeiten passen nicht mehr aufgrund der Gesundheit spezielle Uhrzeit erforderlich. Individueller teurer bürostuhl erforderlich. Bei großraumbüro ein eigenes Büro erforderlich, Aufgrund Lautstärke und visueller Störungen. Ein flimmerfreie und individuell einstellbare Beleuchtung benötigt true Light, jahresziele müssen nach unten angepasst werden weil das Stress und Probleme erzeugt also das heißt diese Ziele die produktivitätserreichung oder aht? Also Zeit am Telefon mit einem Kunden und so weiter, falls ihr solche Ziele habt.

Danach wird der Arbeitgeber mit euch prüfen, was möglich ist und was nicht. Und wenn ihr da sowieso raus wollt, dann ist es eigentlich ganz gut, wenn der Arbeitgeber diese Sachen die er nicht umsetzt auch mitteilt. Dieses muss natürlich dokumentiert werden. Das heißt, wenn über einen Termin habt, nimmt einen aus der BR oder sbv, wenn ihr schwerbehindert seid mit. Ihr könnt auch eine vertrauensperson mitnehmen aus dem Betrieb oder auch außerhalb. Darauf muss in der Einladung hingewiesen werden.

Wichtig ist, dass die Ablehnungen und Begründung des arbeitgebers warum etwas nicht umgesetzt werden kann zwingend korrekt dokumentiert werden muss. Nach der protokollerstellung habt ihr dann schwarz auf weiß in der Hand.

Darauf kann man dann so reagieren dass wichtige Punkte nicht geändert worden sind. Und das weitere Erkrankungen nun im verantwortungsbereich des arbeitgebers liegen.

Wenn ihr dann weiterhin erkrankt und dass werdet ihr dann ganz großzügig, aber natürlich niemals über sechs Wochen, dann wird der Arbeitgeber mit euch das Gespräch suchen. Da er euch nicht ordentlich kündigen kann, wird dann meistens ein Angebot gemacht. Eventuell landet ihr dann auch im sozialplan, oder? Es wird auch ein anderes abfindungsangebot vorbereitet, welches ihr dann natürlich nicht sofort annimmt.

Ihr sagt, dass euer Ziel die leidensgerechte Anpassung des arbeitsplatzes ist und dass ihr gerne in der Firma seid. Ihr sagt nichts zum Angebot weder gut oder schlecht oder freut euch auch nicht oder sonst was. Ihr nehmt es einfach mit das schriftliche Angebot und sagt, dass ihr es mit eurem Rechtsbeistand prüfen würdet.

Falls dann die rückfrage kommt oder eine Frist genannt wird, könnt ihr darauf antworten, dass ihr zwar bereit seid, auf augenhöhe über eine Abfindung zu reden. Allerdings, dass dieses Angebot weit unter euren Vorstellungen liegt. Normalerweise kommt dann ein besseres Angebot. Profis bleiben auch dort ruhig. Bis der Arbeitgeber nachhakt. Wenn dann weiter nachgehakt wird, kann man dritten Mal ein eigenes Angebot abgeben, was natürlich um einiges höher liegt als das zweite Angebot.

Es gibt aber auch natürlich Menschen, die direkt beim ersten Angebot zugreifen und dann weg sind. Das würde ich aber keinem empfehlen​ Der​ sich eigentlich vorstellen kann weiter dort zu arbeiten, aber das maximal mögliche rausholen will aus der Firma. Wenn man dort unbedingt sofort weg will, dann kann man natürlich auch das erste Angebot annehmen. Wichtig ist, dass in der aufhebungsvereinbarung drin steht, dass die Kündigung sonst erfolgt ​Wäre aus betriebsbedingten gründen. Das würde in den meisten Fällen eine Sperre im Jobcenter verhindern. Falls ihr plant, mehrere Monate oder ein Jahr auf der faulen Haut zu liegen, was nach einer großen Abfindung manchmal ganz gut ist. Bezüglich der steuerlichen Regelung. Das ist aber ein anderes Thema.

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Alle Punkte, die ich jetzt genannt habe, habe ich soweit durchgezogen und bin jetzt nur mittlerweile bei der Abfindungsverhandlung. Ein zweites Angebot wurde mittlerweile abgegeben und ich warte jetzt nur noch darauf, dass ich noch mal wieder angestupft werde, was nun ist, da sie sich nicht leisten können mit mir weiter zu arbeiten. Aufgrund der vielen Ausfälle die ich habe. Wobei ich immer entgegensetze, dass einiges im BEM abgelehnt wurde aufgrund von konzeptionalen Gründen des arbeitgebers. Also das heißt, es hat nicht in ihr Konzept gepasst und hatte nichts mit finanziellen Belastung zu tun, wenn z.b ein einzelbüro gestellt werden würde. Das ist viel zu teuer ist. Das ist eventuell vor dem arbeitsgericht dann gut weg zu argumentieren für den Arbeitgeber. Aber wenn er nur sagt, wir wollen das nicht, weil es uns nicht passt. Dann haben sie eher schlechten Karten.

Falls jemand auch in einer ähnlichen Situation ist oder Fragen hat, kann man sich gerne hier austauschen...

Posted Feb 7, 2026, 11:00 PM UTC

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