Frauen bei Bewerbungen bevorzugt

Ich suche nach einer Anstellung im Museums als wissenschaftlicher Mitarbeiter und pädagogische Vermittlungsfachkraft. Dazu bewerbe ich mich auf jedwede Anstellungsverhältnisse, auch viele Bewerbungen für Volontariate, die befristet, deutlich schlechter bezahlt werden und auf Berufseinsteiger ausgerichtet sind, habe ich getätigt.

Insgesamt komme ich auf etwa 50 Bewerbungen in den letzten 8 Monaten, bisher ist dabei ein Bewerbungsgespräch auf eine recht uninteressante Stelle herausgesprungen, die ich nicht erhalten habe.

Auch wenn ich schon etwas älter bin als viele Mitbewerber und zuvor in anderen Bereichen gearbeitet habe, passt mein einser Master im Bereich Museologie perfekt auf die ausgeschriebenen Stellen. Zudem habe ich bereits etwas Berufserfahrung als Museumsguide, bei Praktika in großen Museen und bei einer studienbegleitende Anstellung als wissenschaftlicher Mitarbeiter im Kulturbetrieb sammeln können.

Ich gebe mir zudem viel mühe, meine Bewerbungsunterlagen an die entsprechende Stelleanzeigen anzupassen. Doch ich erhalte nur Absagen und bin langsam am Ende.

In fast allen Stellenanzeigen steht zudem, dass Bewerbungen von Frauen nach Maßgabe des Landesgleichstellungsgesetzes bevorzugt berücksichtigt werden. Im Museumsbetrieb sind jedoch schon jetzt mehr als 60% der Mitarbeitenden Frauen. Gucke ich mir die individuellen Institutionen an, bei denen ich mich beworben habe ist es noch unausgeglichener. Dort sind oft 10 von 12 Mitarbeitenden Frauen, auch in der Führungsebene.

Ich kann gut verstehen, dass dies in Bereichen mit hohem Männerüberschuss sinnvoll ist, aber wie kann dies im Kulturbereich, der jetzt bereits von Frauen dominiert wird legal sein?

Posted Feb 19, 2026, 3:38 PM UTC

192233
Loading comments…