Pornografie hat mein Frauenbild ruiniert
Ich (20/M) war als Jugendlicher eigentlich sehr empathisch, so wie es mir mein Umfeld berichtet hat. Mit 13 habe ich dann angefangen Pornografie zu schauen. Ich hab erstmal nicht viel gemerkt. Irgendwann bekam ich dann nach jeder "Session" physische Kopfschmerzen, mehrtägige Gefühle von Bedrücktheit, etc..
Dann habe ich gemerkt, dass ich Frauen völlig sexualisiere. Nicht verbal, denn ich spreche es gar nicht aus. Meine weiblichen Freundinnen wissen davon gar nichts und ich gelte unter ihnen als vertrauenswürdig. Ich würde auch in der Realität nie mit ihnen Sex haben wollen, weil mir unsere Freundschaften wichtiger sind als impulsive Lust.
Es gibt Momente, wo ich mich wirklich als Monster ansehe. Ich weiß, dass meine Gedanken unmoralisch sind. Frauen wollen nicht mit jedem Sex haben, aber durch Pornografie fantasiere ich ständig darüber. Auch fantasiere ich über ich alle möglichen Positionen und Praktiken, die ich nicht mal ausüben würde, wenn die Frau danach fragen würde. Ich fühle mich komplett eklig und je mehr ich in diese Sucht reingerate, desto mehr Angst habe ich, dass in meinem Freundeskreis zuzugeben.
Dass manche mir sagen werden, dass ich eine Therapie anfangen soll, kann ich verstehen. Mir geht es aber nicht nur im mich, sondern um ein gesamtgesellschaftliches Problem. Wenn ein immer größer Teil von Männern so denkt und möglicherweise danach handelt, wird dass sowohl Fraue als auch Mann schaden.
Meiner Meinung nach gehört Pornografie viel stärker reguliert (Altersüberprüfung, etc.), wenn nicht sogar verboten. Wenn man sich Kippen, Alkohol oder Schmuddelmagazine kaufen möchte, muss man auch einen Ausweis vorlegen. Das ist meiner Meinung nach ein große Doppelmoral.
Posted Mar 3, 2026, 11:34 AM UTC