Ersatz von Gastherme im DG durch Wärmepumpe

Hallo zusammen,

ich bräuchte mal eine Einschätzung.
Ich bewohne eine Doppelhaushälfte (Keller, EG, OG, DG), die derzeit noch mit einer Gastherme beheizt wird.
In den nächsten 1-2 Jahren möchte ich auf eine Wärmepumpe umsteigen, da die Gasheizung langsam am Ende ist.

Die Gastherme steht dummerweise in einem kleinen Raum im Dachgeschoß. Der Bauträger wollte sich den Kamin durchs Haus sparen. Alle Leitungen für Brauchwasser und Heizung gehen vom Dachgeschoß weg und laufen in einem abgemauerten Schacht von oben nach unten in die einzelnen Stockwerke. Im Keller kommen nur noch eine Kaltwasserleitung und 2 ziemlich dünne Rohre für Heizwasser Vor- und Rücklauf an (im Keller ist nur ein kleiner Heizkörper).

Mein Heizungsbauer sagt mir, dass ich unter diesen Umständen eine Wärmepumpe vergessen kann und ich mir wieder eine Gastherme kaufen soll.

Argument 1:
Wenn die Wärmepumpe vor dem Haus steht und die Leitungen in den Keller gehen, müssen die Leitungen im Schacht komplett ausgetauscht werden. Das sei viel zu aufwendig und unbezahlbar.

Dass die Leitungen ausgetauscht werden müssen, ist mir klar. Man muss aber doch „nur“ die Steigleitungen erneuern. In jedem Stockwerk kann ich an die vorhandenen Leitungen anschließen. Klar, der Schacht ist abgemauert und muss aufgebrochen und wieder zugemacht und verputzt werden. Ist das wirklich so teuer?

Argument 2:
Mit den Leitungen der Wärmepumpe an der Fassade nach oben ins Dach zu fahren wäre ebenfalls viel zu aufwendig.
Da habe ich ehrlich gesagt auch keinen Bock drauf, da das mit Isolierung ein ziemlich dicker Strang wäre.

Hat jemand mit ähnlichen Voraussetzungen schon mal eine Wärmepumpe nachträglich eingebaut und kann berichten? So selten dürften Gasthermen im Dachgeschoß ja nicht sein.
Oder hat der Heizungsbauer am Ende recht?

Posted Mar 6, 2026, 3:43 PM UTC

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