Tut-nichts-Hundehalter
Unter meinem Maulkorb-Post auf anderen Plattformen wurden einige große Töne von Haltern gespuckt, die ich liebevoll „Tut-nichts-Hundehalter“ nenne. „Der arme Hund hat einen Maulkorb auf. Das tut mir in der Seele weh.😢“ oder „Er ist lieb, der macht doch nichts. Warum überhaupt ein Maulkorb?“ Aber auch hier gab es die ein oder andere negative Rückmeldung darauf.
Drehen wir den Spieß doch einmal um…
Mein Partner war vorhin mit unserem Hund spazieren und wurde von zwei(!) unangeleinten Labradoren angegriffen. Viele aus der Anti-Maulkorb-Fraktion sind der Meinung, dass ein Hund sich ohne Maulkorb nicht wehren kann. Tja, jetzt stellt euch vor, es gibt tatsächlich Hunde, die sich ohne Maulkorb nicht wehren. Genau so einer ist meiner. Mein Windi war ohne Maulkorb und hat sich nicht gewehrt. Er wurde, Gott sei Dank, „nur“ am Augenlid verletzt. Wie stuft man so eine Situation ein? Als Einzelfall? Egal wie man es dreht und wendet: Für mich sind das keine Einzelfälle. Und solche Situationen wird es immer wieder geben -wegen genau solcher Hundehalter. Als ich dann zur Situation dazugestoßen bin, wurden mir die Ohren vollgelabert, dass sowas ja noch nie passiert ist und wie lieb die doch sind. Ja? Und deswegen greifen beide meinen Hund an? Weil die so lieb und nett sind? ☺️
Und was ist das Ende vom Lied? Hunde sind unberechenbar. Ich wünsche niemandem so eine Situation und hoffe sehr, dass diese Erfahrung meinen Hund nicht geprägt hat. Sowas zeigt mir einmal mehr, dass man sich auf andere Hundehalter nicht verlassen kann und dass ich mich im Zweifel selbst um unsere Sicherheit kümmern muss.
Posted Mar 27, 2026, 8:13 PM UTC