Neuer Förderaufruf (1 Mrd. € für Glasfaser) – bringt das wirklich den Durchbruch?

Heute wurde ein neuer Förderaufruf gestartet: Über 1 Milliarde Euro für den Glasfaserausbau, weniger Bürokratie, schnellere Verfahren.

Quelle:
https://bmds.bund.de/aktuelles/pressemitteilungen/detail/neuer-foerderaufruf-gestartet-mehr-als-1-milliarde-euro-fuer-den-glasfaserausbau

Klingt erstmal gut. Mehr Geld schadet ja nie.
Und nein – ist vermutlich kein Aprilscherz.

Aber wenn man ehrlich ist: Die eigentlichen Probleme bleiben bestehen.

– Ausbau läuft weiter nach Wirtschaftlichkeit
Da, wo Geld zu holen ist, wird gebaut. Der Rest hängt weiter in der Warteschleife. Punktuell wird die Förderung etwas ausrichten.

– Kein echter Gesamtplan
Alles läuft irgendwie über einzelne Kommunen, am Ende ein Flickenteppich statt einem flächendeckenden Glasfasernetz.

– Glasfaser wird oft gar nicht gebucht
DSL läuft, also sehen viele keinen Grund zu wechseln. Ist halt „gut genug“.
Selbst da, wo sie liegt, greifen viele nicht zu.
Heißt: lohnt sich weniger, der Ausbau wird langsamer, der Ausbau verzögert sich...

Unterm Strich:
Am System ändert sich nichts. Es wird nur ein bisschen optimiert.

Das 2030-Ziel ist faktisch nicht mehr haltbar.

Und auch wenn man auf die EU schaut: Die will bis 2030 überall Gigabit und flächendeckend 5G.
Klingt gut – aber wenn man sieht, wie es hier läuft, wird selbst das schon eng.
Zumindest, wenn man wirklich überall stabile und zukunftssichere Anschlüsse haben will.

Wie seht ihr das?
Bringt das wirklich was – oder ist das einfach nur ein etwas schnelleres „Weiter so“?

Posted Apr 1, 2026, 8:32 PM UTC · edited

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