Fristlose Kündigung + Sperrzeit ALG-Arbeitgeber sagt was anderes als er gemeldet hat?

Kündigung

Hey zusammen,

ich hoffe, hier kennt sich jemand aus, weil ich gerade echt unsicher bin, wie ich damit umgehen soll.

Ich mache aktuell eine Umschulung zum Elektroniker für Betriebstechnik und war über einen QCG-Partner (GROẞE Zeitarbeitsfirma) ganz normal angestellt. Jetzt wurde mir gekündigt.

Im Kündigungsschreiben steht:

•	fristlose Kündigung mit sofortiger Wirkung

•	hilfsweise fristgerecht zum 13.03.2026

Ein Grund wurde im Schreiben selbst nicht genannt.

Im Gespräch wurde mir gesagt, es liegt an:

•	meinen Krankheitstagen (ca. 28 Tage, 17 Krankmeldungen)

•	und dass man „persönlich nicht mehr zusammenpasst“

Jetzt kommt aber der Punkt, der mich stutzig macht:

In der Arbeitsbescheinigung für die Agentur für Arbeit hat mein Arbeitgeber für Grund der Kündigung folgendes angekreuzt:

➡️ vertragswidriges Verhalten

➡️ bereits abgemahnt

Die Abmahnung war, weil ich einmal eine Krankmeldung nicht korrekt gemeldet habe (Mail ist aus mit ungeklärten Gründen nicht beim QCG Partner angekommen). Das ist danach nicht nochmal passiert.Da kam dann nach einer normalen Krankmeldung eine Kündigung.

Jetzt habe ich vom Amt folgendes bekommen:

➡️ 90 Tage Sperrzeit (wird noch geprüft)

Ich habe das Gefühl, dass der Arbeitgeber nach außen „krankheitsbedingt“ sagt, aber gegenüber der Agentur „Eigenverschulden“ angibt.

Meine Fragen:

•	Reicht sowas wirklich für eine Sperrzeit aus?

•	Hat jemand Erfahrung, ob man sowas im Widerspruch wieder weg bekommt?

•	Ist das normal, dass Arbeitgeber sowas einfach so ankreuzen?

•	Habe ich noch irgendeine Chance, obwohl die 3 Wochen für die Kündigungsschutzklage schon rum sind?

Die Umschulung läuft übrigens weiter, das ist zum Glück geregelt.

Zur Kündigungsschutzklage:

Mir ist bewusst, dass ich dafür 3 Wochen Zeit gehabt hätte.

In der Zeit war ich allerdings mitten in der Prüfungsvorbereitung meiner Umschulung und hatte den Fokus komplett darauf gelegt, diese erfolgreich abzuschließen.

Die Kündigung kam für mich unerwartet, und ich war zunächst damit beschäftigt, alles Organisatorische zu klären (Umschulung, Agentur für Arbeit etc.).

Zusätzlich hatte ich den Eindruck aus den Gesprächen mit dem Arbeitgeber, dass mir keine Sperrzeit entstehen würde.

Auch danach habe ich mich bewusst darauf konzentriert, die Umschulung weiterzuführen und mich nicht parallel noch mit einem Rechtsstreit zu belasten.

Jetzt stehe ich allerdings vor dem Problem, dass eine Sperrzeit im Raum steht, was für mich finanziell wirklich schwierig ist, da ich die Umschulung ja weiterhin absolvieren muss.

Ich wäre echt dankbar für Einschätzungen oder Erfahrungen 🙏

Posted Apr 5, 2026, 10:25 AM UTC

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