"People first" oder "Client first"? CPO behauptet: Unternehmen müssen sich entscheiden – und die meisten lügen sich in die Tasche

"Kultur ist kein Nice-to-have, sondern ein knallharter Businessfaktor. Und Klarheit über eure Prioritäten – Client first, People first oder Shareholder first – prägt jede einzelne Entscheidung. Die meisten Unternehmen behaupten, alle drei gleichzeitig zu sein. Das ist Bullshit."

Sie argumentiert, dass man Kultur direkt mit Umsatz und EBIT verknüpfen kann – und dass genau diese Messbarkeit fehlt, wenn Unternehmen nicht ehrlich priorisieren.

Ihre provokante These: Wenn du als CPO in einem Unternehmen arbeitest, das "People first" auf die Fahne schreibt, aber bei jeder schwierigen Entscheidung die Quartals-Zahlen gewinnen lässt, dann arbeitest du nicht am richtigen Hebel. Du reparierst Symptome.

Ein paar konkrete Takeaways, die mich zum Nachdenken gebracht haben:

  • Geschwindigkeit schlägt Perfektion: Lieber alle 3 Monate eine schnelle Mitarbeiterbefragung mit 5 Fragen als einmal im Jahr eine perfekte mit 50. Iteration gewinnt.
  • KI-Transformation braucht "Gehirn-Fitness": Kritisches Denken und die Fähigkeit, AI-Output zu hinterfragen, werden zur Kernkompetenz – gerade im Zeitalter von Fake News und AI-Agenten.
  • People-Organisationen vs. klassisches HR: Der Unterschied liegt darin, ob du reaktiv Probleme löst oder proaktiv die Organisation so gestaltest, dass bestimmte Probleme gar nicht erst entstehen.

Meine Frage an euch: Habt ihr in eurem Unternehmen schon mal erlebt, dass die offizielle Kultur-Story und die tatsächlichen Prioritäten krass auseinandergehen? Und wie geht ihr damit um?

Full disclosure: Das kam aus einem Gespräch im Behind the C Podcast. Hier die Episode, falls jemand tiefer einsteigen will: „Behind the C“-Podcast 

Posted May 12, 2026, 3:01 PM UTC

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