Montag Endo-Termin und beginn HRT, dringend Hilfe zu: PCOS/PMOS, Faktor V Leiden, Finasterid/Haarausfall, Blutwerte, Bottom Growth, Endometriose, HRT-Fragen

transmasc

Am Montag habe ich meinen ersten Termin als geoutete trans maskuline Person beim Endokrinologen, da ich mit der HRT mit Testosteron (Gel) beginnen möchte. Momentan kann ich mir eher vorstellen, Testosteron für einige Monate bis wenige Jahre zu nehmen, die dauerhaften Veränderungen mitzunehmen und dann neu zu entscheiden. Ich weiß nicht, ob das so sinnvoll in meiner Lage ist und wie gut dies sonst kommunizierbar ist gegenüber Endos, die dafür wenig verständnis haben (bin natürlich medizinischen Personal binär trans-Mann). Gleichzeitig habe ich große Sorgen wegen meines Haarausfalls und allgemein wie das alles dauerhaft aussehen soll im Zusammenhang mit meinen Begleiterkrankungen. Deswegen hätte ich gerne bis Montag ein wenig Schwarmintelligenz. Im Grunde hätte ich gerne konkrete Hilfe zu folgenden Themen (ein bisschen unsortiert gesammelt und sonst einfach paar Buzzwords):

- Einschätzung, welche Hormonwerte ich mit einer HRT überhaupt anstreben sollte im Bezug auf meine bisherigen Blutwerte
- Welche Blutwerte ich vor bzw. direkt zu Beginn der HRT am Montag unbedingt noch bei meiner Endokrinologin ansprechen und mit abklären lassen sollte

- Finasterid und Bottom Growth
- DHT-Creme lokal für Bottom Growth und Finasterid
- Faktor-V-Leiden, PCOS/PMOS, Endometriose und was das langfristig für HRT bedeuten könnte
- Hormonspirale und HRT

Hier einige Informationen zu meiner Person, die für den Post relevant sein könnten: Ich bin 23 Jahre alt und nicht-binär/transmaskulin. Leider habe ich PCOS mit Insulinresistenz, Endometriose (und eine dadurch zusammenhängende Mischinkontinenz), Faktor-V-Leiden (eine Blutgerinnungsstörung, die mich in der Medikamenteneinnahme einschränkt) und Bluthochdruck. Außerdem habe ich seit der Jugend starken androgenetischen Haarausfall. Außerdem habe ich aktuell eine HORMONSpirale (Mirena) wegen Endometriose. Mein Ziel mit Testosteron ist nicht unbedingt eine binäre Transition. Ich habe vor allem meine Begleiterkrankungen und die langfristige Planung der HRT im Hinterkopf. Ich wünsche mir vor allem eine tiefere Stimme, Bottom Growth und allgemein maskulinere Veränderungen im Gesicht (wobei mir ein Bart nicht wichtig ist, hab ich jetzt schon ein wenig und muss nicht erhalten bleiben).

Parameter25.08.202205.08.2024 (ZT 5)03.03.2025
LH2.31 U /l3.20 mIU/ml
FSH4.61 U /l4.30 mIU/ml
Östradiol (E2)42 pg/ml36.60 pg/ml
Östron32.1 pg/ml
Progesteron<0.50 ng/ml0.15 ng/ml
Testosteron0.39 ng/ml0.360 ng/ml
SHBG18 nmol/l --24.90 nmol/l -
Freier Androgenindex (FAI)7.4 ++5.03 +
DHT192 pg/ml
Adiol4.02 ng/ml
Androstendion2.21 ng/ml1.65 ng/ml +
DHEA-S453.9 µg/dl310.0 µg/dl
Cortisol5 ng/ml
ACTH142 ng/l
Prolaktin17.30 ng/ml
AMH4.83 ng/ml
HCG<1.2 mIU/ml
TSH0.991 mIU/l0.991 mIU/l -
Vitamin D10,30 ng/ml -9.0 ng/ml -
Vitamin B12271.0 -

Zusätzlich nehme ich folgende Medikamente/Supplements: Metformin, Candesartan, Inositol, Omega-3, Kürbiskern + Sägepalme +Selen, Vitamin B12, Biotin + Zink, Vitamin D3 + K2, Eisen + Vitamin C, NAC, Magnesium

Wie man sieht, habe ich trotz Supplementierung Mängel, unter anderem auch an Eisen, hier nicht aufgeführt. Darüber hinaus zeigen meine bisherigen Hormonwerte vor allem ein niedriges SHBG und einen erhöhten freien Androgenindex. Meine Schilddrüsen sind in Ordnung. Das Gesamt-Testosteron ist dagegen nicht besonders hoch. PCOS wurde bereits diagnostiziert und wird aktuell mit Metformin behandelt. Ich habe auch mal Spiro genommen, um den Haarausfall zu behandeln, hatte aber starke Nebenwirkungen. Es ist halt ein schwieriges Zusammenspiel, da mir viele maskulinisierende Aspekte an PCOS gefallen, welche ich bei Ärzt*innen nicht ehrlich kommunizieren konnte.

Zu Haarausfall:
Ich hatte Minoxidil bereits ausprobiert, aber meine Haut hat das nicht vertragen. Außerdem finde ich topische Mittel sehr schlecht planbar in meinen Alltag. Spiro hatte ich tatsächlich auch mal kurz genommen, aber ich hatte starke Nebenwirkungen.

Da der Haarausfall durch PCOS bereits sehr ausgeprägt ist, denke ich über Finasterid oral nach. Allerdings habe ich gelesen, dass Finasterid auch Bottom Growth beeinträchtigt, durch die reduzierung der DHT-Bildung. Natürlich könnte ich auch erst einmal Testo nehmen und schauen, was passiert, ich denke aber, dass es auf jeden Fall zu mehr Haarausfall führen wird, mir ist Bottom Growth aber sehr wichtig.

Deshalb frage ich mich:
- Wie stark hat Finasterid euer Bottom Growth beeinflusst?
- Gibt es Erfahrungen mit DHT-Creme oder anderen Strategien zum Erhalt von Bottom Growth bei gleichzeitigem Haarerhalt?

Zu Endo/Faktor-V-Leiden/PCOS bzw. PMOS:
Wegen Endometriose denke ich über eine spätere Hysterektomie nach. Ob die Eierstöcke erhalten bleiben würden, weiß ich aktuell noch nicht. Dabei geht es jetzt nicht um Dysphorie sondern wie meine Endometriose eben in Zukunft weiter meinen Körper angreifen wird. Durch mein Faktor-V-Leiden mache ich mir Sorgen, welche hormonellen Möglichkeiten ich später überhaupt noch hätte, insbesondere falls ich irgendwann keine Eierstöcke mehr habe.

Hat jemand Erfahrungen mit:
- Faktor-V-Leiden und Hormonersatztherapie?
- Hat hier jemand Erfahrung mit PCOS/PMOS und HRT? Vielleicht auch jemand, der keine dauerhafte HRT machen kann/möchte?

Danke fürs lesen des langen Textes.<3

Posted Jun 6, 2026, 9:40 PM UTC

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