Frau ist ungewollt (?) schwanger - Beziehung geht den Bach runter
Genau heute vor 6 Jahren als ich meiner Frau den Heiratsantrag gemacht habe, hätte ich nicht gedacht dass ich diese Zeilen an eine Gruppe Unbekannter tippe aber ich muss mich mitteilen bevor es mich zerreißt.
Kurz zum Hintergrund: wir haben uns 2017 kennen und schnell lieben gelernt. Anfangs lief alles prächtig bis mir mitgeteilt wurde, dass jetzt ein Kind in die Beziehung muss. Ich wollte damals keins und habe mehrere Monate mit mir gehadert. Haben dann vereinbart nochmal das Leben zu genießen, groß zu verreisen und spätestens mit dem Corona-Lockdown wusste ich: mit ihr könnte das was werden.
Unser Sohn wurde im September 2021 geboren und obwohl ich vorher skeptisch war, liebe ich ihn auf Anhieb sehr. Er ist ein tolles, gesundes Kind obwohl die Beziehung zu mir teilweise sehr schwierig war.
Bereits nach einem Jahr wurde ein zweites Kind seitens meiner Frau ins Spiel gebracht. Unsere ursprüngliche Vereinbarung sah vor dass das nur optional sei. Mit fortschreitendem Alter und Hormonen wurde aber begründet dass das jetzt „sehr wichtig“ für sie sei. Über Monate wurde viel Druck ausgeübt, gestritten und schon da fing die Beziehung an schlechter zu werden.
Ein Kind war bereits ein Kompromiss für mich und zwei etwas viel verlangt weil wir keine Großeltern zur Betreuung haben und mit einem teilweise schon an der Belastungsgrenze mit Job und Privatleben laufen. Wie so viele Männer fürchte ich auch noch eins weiter in der Rangliste abzurutschen.
Also hab ich mich nach ewigem betteln dazu breitschlagen lassen es ein halbes Jahr lang „drauf ankommen zu lassen“. Ich stand für Verkehr so oft zur Verfügung wie gewünscht aber danach musste das Thema durch sein. Und aus meiner Sicht war es ein Erfolg: Zeit geschafft und keine Schwangerschaft. Puh!
Die Narben dieses Konflikts verheilten langsam, die Beziehung wurde wieder inniger. Zur Verhütung wollte meine Frau die Pille nehmen, denn sie mag es wenn man blank in ihr kommt (mir nicht so wichtig aber whatever). Nur hab ich dem Ganzen nie so getraut. Wurde alles sehr heimlich gemacht und gelegentlich hab ich den Blister mit „vergessenen“ Pillen entdeckt.
Also ab zum Urologen: Vasektomie beraten lassen und Termin gemacht. Hab meine Frau dann drauf angesprochen und sie meinte das brauch ich nicht und sie verhütet lieber mit Pille weil es ihren Zyklus stabilisiert und sie ja eh unfruchtbar sein (Anti-Müller-Hormon quasi nicht mehr existent). Sie hat mir also versprochen sich zu kümmern.
Und da nimmt das Schicksal nun seinen Lauf: Im Mai ein paar Tage Durchfall und nachdem es anschliessend zum Verkehr kommen sollte frag ich Depp noch: „Ist das sicher?“ Sie: „ja“
Vor zwei Wochen kommt sie dann abends zu mir und sagt sie hätte einen Schwangerschaftstest gemacht und der zeigte „schwanger“ an. Mir riss es von jetzt auf gleich den Boden unter den Füßen weg. Ich bin 40 und meine Frau 42. Ich sehe da meinerseits einfach keinen Platz und keine Energie mehr wieder von vorne anzufangen. Wir haben heftig gestritten.
Ich fühle mich verraten und in meinem Vertrauen getäuscht. Der Kontakt zu ihr beschränkt sich seither auf ein Minimum und an Intimität will ich gar nicht denken. Am liebsten würde ich mich trennen aber der Gedanke an meinen Sohn hält mich ab.
Die Schwangerschaft ist noch nicht per Ultraschall sichtbar und so hart es klingt: ich wünsche mir eine Fehlgeburt.
Aktuell sehe ich keinen Weg wie diese Beziehung weitergehen soll. Ob es Vorsatz oder Fahrlässigkeit war sei mal dahingestellt aber mich vor einem Jahr aus einer Vasektomie per Versprechen rausquatschen und jetzt schwanger geht für mich nicht zusammen.
Posted Jun 12, 2026, 12:47 PM UTC