Angst und so ein Krams
Joa Moin und Hallo :)
Ich hab keinen richtigen Plan, wie ich das jetzt hier richtig irgendwie strukturiere oder überhaupt anständig an den Mann (höhö) bringe aber ich versuchs einfach mal. Vielleicht ist es am Ende auch eher was für Weibsvolk oder so idk.
Kurzes tl;dr:
- Habe Ängste und Sorgen, die bei Alkoholkonsum meiner Freundin irgendwie schnell mal überhand nehmen und dazu führen, dass wir uns regelmäßig bei sowas dann in die Wolle bekommen.
Naja auf jeden Fall geht es, oh überraschung, um Ängste und vor allem Gedankenspiralen - aber die doofen Spiralen nach unten also dann mal los... (Und ja, ich habe da mittels KI versucht das ganze etwas zu komprimieren, damit es keine gigantische Wall of Text gibt - Schuldig)
Ich (23M) bin seit knapp 2 Jahren mit meiner Freundin (23F) zusammen. Wir haben aktuell eine eher schwierige Phase mit mehr Streit, weniger Nähe und generell etwas Unsicherheit in der Beziehung.
Ein wiederkehrender Konfliktpunkt bei uns ist z.B. Alkohol. Meine Freundin trinkt nicht regelmäßig und ich würde sie nicht als alkoholabhängig bezeichnen oder jemand, der per se ein Problem damit hat. Wenn sie mit Freunden ausgeht oder auf Feiern ist, ist das Ziel aber oft bewusst, blau zu werden. Aussagen wie "endlich mal wieder richtig voll werden", "dann knallt es mehr" oder "perfekter Anlass für eine Flasche Wodka" (Die dann auch mitkommt und leer gemacht wird) kommen dann doch zwischendurch mal vor.
Dazu kommt, dass sie manchmal vorher wenig oder gar nichts isst, damit der Alkohol stärker wirkt, oder extra viel isst, um mehr trinken zu können. Wasser wird bei solchen Abenden eher vernachlässigt.
Mein Problem ist: Eigentlich hat sie nie etwas wirklich Dramatisches unter Alkohol gemacht. Sie wird weder aggressiv noch fährt sie betrunken Auto oder mach sonst irgendwas in so eine Richtung. Trotzdem merke ich, dass mich das ganze irgendwie doch mehr mitnimmt, als es wahrscheinlich sollte.
Ein Teil davon ist Sorge um ihre Gesundheit, weil es ihr nach manchen Abenden wirklich schlecht geht. Ein anderer Teil ist, dass Alkohol ihre eh schon vorhandenen Selbstwertprobleme oft verstärkt. Dann kommen Aussagen wie "ich bin hässlich", "ich bin fett", "ich bin nicht gut genug" usw. u know the drill deutlich häufiger und extremer manchmal mit dem Ende, dass sie absichtlich kotzt weil sie es ja nicht anders verdient hat und das ist ja dann Selbstregulierung wenn man sich den Finger in den Hals schiebt.
Der unangenehme Teil ist wahrscheinlich, dass solche Situationen dann aber auch meine eigenen Verlustängste triggern. Wenn sie feiern geht, Alkohol trinkt und ich wenig von ihr höre, fange ich an zu overthinken und brauche mehr Bestätigung als mir manchmal eigentlich lieb ist und ich fang an zu klammern. Rational weiß ich, dass das mein Thema ist und nicht ihre Verantwortung. Emotional macht es mich trotzdem irgendwie fertig.
Wenn ich das Thema Alkohol anspreche, fühlt sie sich dann oft kontrolliert oder von mir bevormundet. Ihre Sicht ist, dass sie erwachsen ist und selbst entscheiden kann, wie viel sie trinken möchte. Damit hat sie natürlich grundsätzlich recht, und ich will ihr das ganze ja auch nicht ausreden oder verbieten, ich hab ja selber früher auch öfter mal getrunken, also so ist es nicht. Ich hab halt damals mit Bier angefangen und sie aber direkt mit Spirituosen und Cocktails, weil ihr Bier einfach nicht schmeckt. Und ja, ich habe auch schon öfter als sie von Alkohol gekotzt das ist korrekt, aber mittlerweile bin ich an einem Punkt, wo ich mein Limit gut abschätzen kann und dann lieber bewusst nicht ausreize einen ordentlich im Helm zu haben.
Meine Frage ist daher:
Reagiere ich überempfindlich auf ein normales Trinkverhalten, weil meine eigenen Ängste da mit reinspielen? Oder klingt das tatsächlich nach einem Umgang mit Alkohol, der Anlass zur Sorge geben würde?
Und wie trennt man berechtigte Sorge um den Partner von Verlustangst und Kontrollbedürfnis?
Und vor allem, wie spricht man sowas irgendwie am besten an, ohne dass wir beide in so ein Trotzverhalten verfallen nur um dem anderen irgendwie was zu beweisen?
Joa, ich bin dann mal wieder raus und geh' wieder arbeiten. Danke für's lesen :)
Posted Jun 24, 2026, 1:09 PM UTC