„Wie heißt deine Freundin eigentlich?“ Ich bin so fies. Kapitel 2.

NSFWFremdgehen

Kapitel 2

„Carla heißt deine Freundin also.“
Er nickte.
Ich wiederholte ihren Namen leise.

„Carla.“

Es war merkwürdig. Ich hatte das Gefühl, sie schon zu kennen, obwohl ich nur ihren Namen wusste. Und die Erzählungen von Max kannte. Max zog sich schweigend an. Als er fertig war, blieb er einen Moment an der Tür stehen.

„Du hältst mich jetzt bestimmt für den letzten Arsch.“
„Eigentlich nicht.“
Er sah mich fragend an.
„Ich glaube nur, dass du dir gerade selbst beim Scheitern zusiehst.“
Er lachte kurz durch die Nase.
„Das klingt erstaunlich treffend.“
„Ich weiß.“
Er zog seine Schuhe an und blieb noch einen Moment stehen.
„Das Schlimmste ist gar nicht, was heute passiert ist.“
„Sondern?“
Er schüttelte grinsend den Kopf.
„Dass ich jetzt schon weiß, dass ich dir heute Abend schreiben werde.“
Ich musste lächeln.
„Dann spar dir das schlechte Gewissen einfach und schreib direkt.“
„Du bist wirklich keine Hilfe.“
„War nie mein Plan.“
Er sah mich noch einen Moment an.
„Du machst irgendwas mit meinem Kopf.“
„Ich weiß.“

Als er gegangen war, blieb ich noch lange regungslos stehen. Ich hätte glücklich sein müssen. War ich auch. Ich schwelgte schon jetzt in Erinnerung an dieses Abenteuer. An sein Stöhnen. Wie er sich in meinen Arsch festgekrallt hatte, als ich ihn auf sein Freundin ansprach.

Aber da war noch etwas anderes. Ich wollte verstehen, warum ausgerechnet ich. Nicht, weil ich schöner war. Nicht, weil ich jünger war. Carla war bestimmt auf ihre eigene Art wunderschön. Trotzdem war er gegangen. Zu mir. Dieser Gedanke ließ mich nicht los. Ich griff nach meinem Handy. Keine Nachricht. Natürlich nicht. Er saß wahrscheinlich gerade im Auto und redete sich ein, dass alles vorbei war.

Ich musste lächeln. Ich kannte ihn inzwischen gut genug. Er würde kämpfen. Sich einreden, dass das nie wieder passieren durfte. Vielleicht würde er sogar unseren Chat löschen. Und heute Abend würde er sich dabei ertappen, wie er an mich dachte und mehr wollte.

Der Gedanke ließ mein Herz schneller schlagen. Es ging längst nicht mehr nur um ihn. Es ging um dieses aufregende Geheimnis. Darum, dass wir beide wussten, wie falsch das war. Und trotzdem warteten wir beide auf das vertraute Aufleuchten des Displays.

Ich nahm mein Handy.
Carla.
Mehr wusste ich immer noch nicht.
Instagram.
Zu viele Treffer.
Google.
Nichts.

Ich legte das Handy weg. Eine Minute später hatte ich es wieder in der Hand. Das war doch verrückt. Ich kannte diese Frau nicht. Sie hatte mir nichts getan. Und trotzdem saß ich mitten in meiner Wohnung und suchte nach ihr, als würde ich sie schon mein halbes Leben kennen. Ich erinnerte mich daran, dass Max mir einmal erzählt hatte, wo er arbeitete. Die Website war schnell gefunden.

Team.
Sommerfest.
Da war sie.
Sie stand neben Max und er hatte seinen Arm um ihre Taille.
Ich zoomte in das Gruppenfoto.
Carla.

Sie lachte in die Kamera. Nicht auffällig. Einfach… glücklich. Sie war hübsch. Auf eine ganz andere Art als ich. Während ich gern auffiel, schien sie gar nicht auffallen zu wollen.

Sie wirkte ruhig.
Warm.
Jemand, den man sofort seiner Familie vorstellen würde.
Ich dagegen…
Ich musste grinsen.
Ich war eher die Frau, vor der Mütter ihre Söhne warnten.

Warum hatte er trotzdem mich gewählt? Ich vergrößerte ihr Gesicht noch weiter. Sie hatte freundliche Augen. Ich fragte mich, wie sie wohl reagieren würde, wenn sie wüsste, dass ihr Freund vor ein paar Stunden noch bei mir gewesen war. Der Gedanke traf mich völlig unerwartet. Nicht, weil ich ihn schön fand. Sondern weil mein Herz dabei schneller schlug.

Ich legte das Handy weg. „Was stimmt eigentlich nicht mit dir?“, murmelte ich. Früher hätte ich so einen Gedanken schrecklich gefunden. Jetzt war ich mir nicht mehr sicher.

Ich ging in die Küche, machte mir einen Tee und versuchte, an etwas anderes zu denken. Keine Chance. Immer wieder tauchte dieses Bild vor meinem inneren Auge auf. Carla, die nichts ahnte. Max, der versuchte, sich zusammenzureißen. Und ich. Genau dazwischen.

Mein Handy vibrierte.
Ich zuckte zusammen.
Max.
„Tut mir Leid, dass ich so schnell geflüchtet bin…“
Ich musste lachen.
Ich tippte keine Antwort.
Nicht sofort.
Ich starrte nur auf seinen Namen.

Niemals hätte ich früher Spielchen gespielt und extra nicht zurückgeschrieben. Ich merkte, dass ich langsam Gefallen daran fand, jemand zu sein, den ich früher selbst verurteilt hätte.

Ich ließ ihn siebenundzwanzig Minuten warten.
Nicht, weil ich beschäftigt gewesen wäre.
Ich saß die ganze Zeit mit dem Handy in der Hand auf meinem Sofa.
Siebenundzwanzig Minuten.
Dann tippte ich… „Das braucht dir nicht leid tun. Ich verstehs ❤️ Ich fands trotzdem unglaublich heiß.“

Keine fünf Sekunden später erschien „Max tippt …“.

Ich musste grinsen.

Also hatte er ebenfalls die ganze Zeit auf sein Handy gestarrt. „Ich habe den ganzen Heimweg nur an dich gedacht.“ Ich las den Satz dreimal. Nicht, weil er besonders romantisch war. Sondern weil ich genau wusste, was er bedeutete. Er kämpfte immer noch. Und ich gewann immer noch. Ich antwortete nicht sofort. Stattdessen öffnete ich wieder das Gruppenfoto.

Carla.

Ich betrachtete ihr Gesicht, während ich mit Max schrieb. Der Gedanke war so absurd, dass ich das Handy kurz sinken ließ. „Du wirst wirklich immer schräger“, sagte ich zu mir selbst. Trotzdem öffnete ich das Bild wieder.

Ich zoomte hinein.
Ihre Augen.
Ihr Lächeln.
Ein Ring an ihrer Hand.
Ich fragte mich, ob sie wusste, wie oft Max inzwischen auf sein Handy sah.
Ob sie sich schon einmal gefragt hatte, warum er plötzlich lächelte, wenn eine Nachricht kam.
Oder ob Vertrauen wirklich so blind machte.
Mein Blick blieb auf ihrem Gesicht hängen.
Sie sah glücklich aus.
Fast machte mir das ein schlechtes Gewissen.
Fast.
Ich schloss die Augen.
Für einen winzigen Moment stellte ich mir vor, ich wäre an ihrer Stelle.
Mit Max zusammen.
Gemeinsame Urlaube.
Gemeinsame Sonntage.
Vielleicht sogar Pläne für die Zukunft.
Der Gedanke fühlte sich… falsch an.
Nicht weil ich ihn nicht wollte.
Sondern weil ich plötzlich merkte, dass ich etwas ganz anderes wollte.
Ich wollte nicht ihr Leben.
Ich wollte das Gefühl, dass ihr scheinbar perfektes Leben Risse bekam, sobald ich auftauchte.
Ich riss die Augen auf.

„Nein.“

Das Wort kam lauter heraus, als ich wollte.

War das wirklich gerade mein Gedanke gewesen? Ich stand auf und lief unruhig durch die Wohnung. Das ist schlimm. So eine Person will ich nicht sein.

Ich legte mich aufs Bett.

Mein Handy vibrierte erneut.
Max: „Ich vermisse dich jetzt schon.“

Ich lächelte. Nicht triumphierend. Nicht verliebt. Es war schlimmer. Ich spürte dieses leise Kribbeln, das inzwischen jedes Mal kam, wenn ich merkte, dass er sich mir nicht entziehen konnte.

Ich tippte… „Und ich vermisse dich ❤️“

Diesmal ließ ich ihn nicht lange warten. Ich wollte, dass er den ganzen Abend an mich denkt.

Max tippte… „Ich bin jetzt zu Hause. Liege schon im Bett. Das fühlt sich alles so falsch an.“
Mein Herz schlug sofort schneller. Er lag in ihrem Bett. Wo sonst Carla neben ihm lag. Die gerade bei ihren Eltern war und nichts ahnte. Und Max schrieb trotzdem mit mir.

Ich tippte… „Armer Max… Wie schwer fällt es dir gerade, nicht direkt in eurem gemeinsamen Bett die Hand in die Hose zu schieben und an mich zu denken?“

Max tippte… „Viel zu schwer. Ich bin schon wieder hart, obwohl wir vorhin erst… fuck.“
Ich lächelte und drehte mich auf die Seite, eine Hand langsam über meinen Bauch gleitend.

Ich tippte… „Dann stell dir vor, ich krabble jetzt zu dir ins Bett. Und Carla schläft schon neben dir. Ganz leise. Ich würde mich langsam auf dich setzen… ganz langsam… damit du jeden Zentimeter spürst. Würdest du still bleiben können?“

Max tippte… „Fuck. Würde mir schwer fallen. Du fühlst dich viel zu gut an.“

Ich tippte… „Ich würde mich ganz langsam bewegen… kreisen… damit du tief in mir bist. Und dabei würde ich dir ins Ohr flüstern, wie geil es war, als du vorhin in mir gekommen bist.“

Max tippte… „Anna… du machst es mir echt schwer.“

Ich tippte… „Gut. Das will ich auch. Ich will, dass du heute Nacht in eurem Bett liegst und die ganze Zeit nur an meine enge, glatte Pussy denkst. Wie sie sich um dich geschlossen hat.“

Max tippte… „Ich kann gerade an nichts anderes denken. Ich rieche dein Parfüm immer noch an mir.“ Ich biss mir auf die Lippe und schob eine Hand zwischen meine Beine. Meine Pussy war schon wieder so feucht. Auf wessen Betthälfte er wohl lag? Oh Gott, was ist falsch mit mir, dass ich mir über sowas Gedanken mache?!

Ich tippte… „Na gut, dann hör zu… Bleib ganz still liegen und stell dir vor, wie ich gerade auf dir sitze. Langsam. Tief. Und wie ich leise in dein Ohr stöhne, während sie direkt neben dir schläft.“

Max tippte… „Oh Gott! Zum Glück ist sie heute bei ihren Eltern… Ich werde gleich verrückt.“

Ich tippte… „Noch nicht verrückt genug. Ich will, dass du morgen früh aufwachst und das Erste, woran du denkst, mein Körper ist.“

Max tippte… „Ich brauche dich jetzt schon wieder. Das ist nicht normal.“

Ich grinste zufrieden und tippte langsam… „Dann gewöhn dich besser dran. Ich habe nicht vor aufzuhören, wenn Carla wieder da ist 😇“

Max tippte… „Fuck! Du bist so böse! Ich komme gleich!“

Mein Blut begann zu kochen. Böse? Fuck! Ja. Ich stöhnte laut und lachend. Arme Carla, lachte ich. Ich schrieb ihm: „Los. Komm nur für mich in eurem Bett 😈“, bevor sich mein ganzer Körper anspannte und ich einen noch heftigeren Höhepunkt als vorhin hatte. Ich sah nicht mehr, was er schrieb. Ich stöhnte seinen Namen. Zitterte. Wälzte mich zappelnd hin und her. Bis der nicht enden wollende Orgasmus doch abklang. Benebelt lag ich da. Noch lächelnd. Ich schaute auf mein Handy. Max war auch gekommen. Und fragte, ob alles in Ordnung war. Ja. Ich war nur so im Rausch, dass ich kurz nicht mehr schreiben konnte. Aber jetzt schrieb ich ihm.

Ich tippte… „Das war so gut ❤️ Jetzt hast mich zwei Mal heute gefickt. Einmal in meinem und einmal in eurem Bett.“

Max tippte… „Du machst mich verrückt.“

Und ich liebte das. Er umging meine Anspielung auf das weitere Tabu, was wir gebrochen hatten. Vielleicht weil die Klarheit nun wieder bei ihm einsetzte. Mein Rausch klang nie vollends ab. In mir loderte immer eine kleine Flamme, die jederzeit wieder alles niederbrennen könnte. Wir schrieben noch kurz und wünschten uns eine gute Nacht. Ich öffnete nochmal das Gruppenbild und sah mir Max an. Carla an ihn geschmiegt. Dann schlief ich ein.

Posted Jun 27, 2026, 10:15 AM UTC

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