Mietverhältnis im guten Glauben eingegangen, jetzt sitzen wir auf einer Küche
Hallo Zusammen,
folgender Fall:
Meine Partnerin und Ihr (Ex-)Mann sind im Juli letzten Jahres ein MIetverhältnis eingegangen. Der Vermieter wollte ursprünglich verkaufen, hat jedoch keine Käufer gefunden. Daraufhin wollte er sein Reihenendhaus vermieten was die beiden toll fanden, da auch ein Neugeborenes Kind mit an Bord war. Entsprechend haben Sie etwas langfristiges gesucht, was der Vermieter toll fand, da er nicht regelmäßig neu vermieten möchte.
Der Vermieter wohnte vorher seit 20 Jahren in dem Objekt und hat auch die Küche entfernt, da diese einfach verbraucht war, wodurch Sie und Ihr Mann eine Küche für ungefähr 11.000€ eingebaut hat (man wollte ja schließlich lange dort wohnen bleiben).
Nach Trennung und allem habe ich meine Partnerin im November kennengelernt und bin im Januar auch eingezogen in Absprache mit dem Vermieter. Dieser hat uns im Februar eröffnet, dass er jetzt doch das Haus verkaufen möchte.
Bei uns gingen in dem Moment die Alarmglocken an. Das ist ein Reihenendhaus in einer Wohnsiedlung und als Kapitalanlage nicht sinnvoll. Wir hatten also die Möglichkeit es auszusitzen bis er eventuell einen Käufer findet und die Eigenbedarfskündigung kommt oder Proaktiv etwas neues suchen. Wir entschieden uns für Variante 2 in Absprache mit dem Vermieter. Auf der Wohnungsgeberbescheinigung hat er auch vermerkt "der Auszug erfolgt auf Wunsch des Vermieters, da das Objekt Leerstehend verkauft werden soll".
WIr hatten richtig Glück und haben ein tolles Haus zur Miete ab August gefunden. Nach ein wenig Verhandlung hat er uns auch die Kündigung in zwei, anstelle von drei Monaten bestätigt.
Jetzt kommt unser Problem:
Die Küche welche eingebaut worden ist, ist 21 Monate alt und passt nicht in das neue Haus (das hat Vermieterseitig eine neue bekommen). Wir wollten mit dem Vermieter aushandeln, dass die Küche drin bleibt, da es sich so leichter verkaufen lässt und er uns nach dem Verkauf 5000€ für die Küche gibt. Fand er im ersten Moment gut, wollten einen Vertrag aufsetzen, jetzt will er davon nichts mehr wissen.
Wir versuchen Ihn davon zu überzeugen, dass es das einzige positive Merkmal an dem Haus ist (das Haus ist bisher nie saniert worden und sticht neben den anderen Reihenhäusern negativ hervor), vorallem weil er es zu utopischen Preisvorstellungen (380k aufwärts) verkaufen möchte. Da reden wir Ihm nicht rein, weil ist sein Eigentum.
Die Fragen die wir uns stellen sind folgende:
- Können wir ins Exposé reinschreiben lassen, dass die Küche bei Interesse von den Vormietern übernommen werden kann? Wir möchten ungerne jetzt vor dem Umzug die Küche ausbauen und irgendwo zwischenlagern.
- Da er bereits die Verkaufsabsicht hatte und sich letztendlich für die Vermietung entschieden hat, haben wir eine Möglichkeit die Kosten für Ausbau und/oder Wertverlust geltend zu machen? Der Einzug erfolgte, da das Objekt langfristig durch meine Partnerin hätte bewohnt werden sollen, da er ein halbes Jahr später wieder versucht zu verkaufen, gibt es uns das Gefühl, dass er hier abseits von Treu und Glauben gehandelt haben könnte (finde ich für weit hergeholt, aber meine Partnerin argumentiert dies)
- Wie steht es um den Besitz an der Küche nach Auszug? Ich denke, selbst wenn wir sie ausbauen und irgendwo zwischenlagern, kommen wir nicht vor Ende September dazu. Würde die Küche mit Beendigung des Mietverhältnisses und Auszug in seinen Besitz übergehen?
Hätte meiner Partnerin gewusst, dass das Haus in einem halben Jahr wieder auf den Markt soll, wäre SIe, Ihr Ex-Partner und Ihr gemeinsames Kind niemals eingezogen und hätten diese Kosten auf sich genommen. Oder ist das ein Fall von "Blöd gelaufen"? Mich würden Eure Meinungen interessieren, bevor ich irgendwelche Pferde scheu mache.
Posted Jul 5, 2026, 9:01 PM UTC