Wir verlieren die Geduldsprobe in speziellen Situationen mit unserer Neugeborenen
Ich (Papa) bin bei Themen die mich stressen leider noch nie geduldig gewesen und das macht sich jetzt gerade extrem bemerkbar.
Unsere Tochter ist jetzt 23 Tage alt und ich heule jetzt schon das dritte Mal weil ich extrem überfordert bin.
Es gibt Situationen in denen meine Frau und ich nicht wissen, was wir tun können um unsere Tochter zu beruhigen - außer durch die Brust (Schnuller will sie absolut nicht - wir versuchen es seit 2 Wochen mit verschiedensten Modellen). Sie spuckt extrem und will dann sehr häufig für mehrere Stunden hintereinander nur an der Brust trinken und Nuckeln. Um es dann direkt wieder auszuspucken, egal wie sie liegt. Das sorgt dann dafür, dass sie extrem übermüdet ist, weil sie wie gesagt mehrere Stunden nichts anderes macht und nicht zur Ruhe kommt.
Leider gibt es dann auch Zeitpunkte in denen meine Frau einfach mal Pause braucht weil es auch ihr zu viel wird. In denen versuch ich dann zu übernehmen. Normalerweise klappt das auch gut, wenn es zum Beispiel einfach nur darum geht sie in den Schlaf zu wiegen. Aber wenn sie dann wie oben beschrieben dauerhaft sich über die Brust regulieren will, dann bricht meine Geduld. Sie schreit als gäbe es kein Morgen und windet sich. Vor allem aber schlägt sie um sich und drückt mich weg. Aber vor allem das Geschrei treibt mich und meine Frau in den Wahnsinn.
In diesen Situationen weiß ich nicht was ich machen soll. Ich hab das Gefühl, dass ich nichts richtig mache. Dass ich sie falsch halte? Dass ich ihr Unruhe bringe? Dass ich ihr unbewusst vielleicht sogar weh tue?
Gestern Abend war wieder so eine Situation gewesen. Wir waren bis 18 Uhr spazieren und sie hat entspannt geschlafen. Dann wurde sie langsam wach und sie durfte an die Brust. Dort war sie dann knapp 2 Stunden, weil sie nach jedem abdocken direkt wieder die Zeichen dafür gegeben hat (spezieller Schrei, Hand in Mund und wackelnder Kopf). Währenddessen hat sie immer wieder alles ausgespuckt, Bäuerchen und leicht erhöhte Position hin oder her. Meine Frau wollte dann kurz duschen und wir haben 50ml abgepumpte Muttermilch aufgewärmt.
Die hab ich dann gegeben, aber auch hier hat sie extrem viel wieder ausgespuckt. Als das Fläschchen leer war ging das Geschrei wieder los. Meine Frau hat nach der Dusche dann wieder übernommen für eine Stunde. Brauchte dann um 21 Uhr aber nochmal kurz ne Pause weil es ihr zu viel wurde. Also hab ich wieder übernommen und saß dann da. Die ersten 3 Minuten waren normal und dann ging es direkt wieder los. Also musste meine Frau wieder ran. Wir sind dann beide für eine weitere Stunde verzweifelt bis sie endlich ein bisschen Ruhe gefunden hat und 10 Minuten im Arm tief geschlafen hat. Also abgelegt, meine Frau macht sich bett fertig und während dessen fängt sie wieder an durchgehend zu schmatzen, wacht auf und schaukelt sich hoch. Wirklich geschlafen hat sie dann um Mitternacht. Also 6 Stuhden durchgehend wach. Wir verzweifeln und sind beide kurz vor dem Zusammenbruch. Sie weil sie extrem überreizt ist und ich weil ich nicht weiß was ich machen kann. Mich belastet, dass ich meiner Tochter nicht helfen kann und dass meine Frau verzweifelt während ich hilflos daneben liege. Zusätzlich stresst mich, dass ich gerade dauerhaft eine Maske trage, weil durch den Stress mal wieder mein Lippenherpes ausgebrochen ist.
Direkt heute ist wieder eine neue Situation. Vormittags spazieren, kommen heim und sie wacht langsam auf und möchte trinken. Danach kriegen wir sie wieder für eine Stunde zum schlafen. Seitdem ist sie durchgehend wieder wach. Dieses mal weniger durch Spucken (sie spuckt trotzdem noch aus, aber nicht alles), sondern weil sie Verdauungsprobleme hat. Versuchen auch hier alles. Fahrrad fahren, Bauch massieren, Wärmekissen. Irgendwann ging es vorbei, sie war aber hellwach. Das letzte Anlegen war dann schon wieder 3 Stunden her und sie wollte wieder an die Brust. Gesagt getan, sie schläft kurzzeitig ein. Ich mach mich bereit einkaufen zu gehen. Und sie wacht wieder auf. Noch relativ ruhig, also geh ich trotzdem. Währenddessen bekommt sie wieder Bauchweh und schreit sich die Seele aus dem Leib. Die einzige bisher wirksame Lösung (Brust) wollte meine Frau aber nicht verwenden, weil sie Angst hat, dass unsere kleine noch mehr Bauchweh bekommt. Als ich heim komme ist meine Frau komplett verzweifelt, also übernehm ich. Wundersamer Weise schläft unsere Tochter direkt tief ein. Wir legen sie ab, machen kurz Essen und sie ist wieder hellwach. Seitdem kriegen wir sie wieder nicht mehr ruhig, außer über die Brust, was für noch mehr Bauchweh sorgt. Jetzt ist sie wieder 7 Stunden mit minimalsten Schlaf wach und erneut verzweifeln wir.
Außerhalb dieser Situationen kommen wir wirklich gut klar und haben unsere Freude mit unseren bezaubernden Maus. Aber diese Situationen.....
Uns stellt sich mittlerweile die Frage wie es in Zukunft wird. Wenn Situationen wie Zahnen auftreten wo wir weniger machen können als jetzt.
Laut unserer Hebamme ist alles normal und sie nimmt auch zu. Es kommt genug aus der Brust und die meiste Zeit läuft auch alles normal. Aber diese Situationen zerbrechen uns. Wir hatten uns vorher geschworen keinen Schnuller zu geben und wünschen uns jetzt so extrem, dass sie ihn doch endlich annehmen würde.
Posted Jul 10, 2026, 6:02 PM UTC