Irgendetwas ist einfach grundlegend falsch mit mir.

ich kann nicht mehr...

So muss es doch sein, oder? Das würde alles erklären. Warum meine Mutter mich als Kind gehauen hat. Warum sie gemein zu mir war als ich jünger war. Warum mein Vater mich einfach hasst, auch heute noch. Warum ich immer nur in schlechte Situationen gerate. Warum ich nach zehn Jahren Therapie immer noch nicht "normal" bin.

Schlecht in der Schule. Schlecht mit Menschen. Schlecht in Beziehungen.

Beste Freundin: von jetzt auf gleich hat sie sich gegen mich gewendet und alle zutiefst persönlichen Sachen gegen mich verwendet.

Erster Freund: sexuell grenzüberschreitend, eifersüchtig, wütend.

Zweiter Freund: von Drogen abhängig, schizophren, Schulden.

Schon im Kindergarten wusste ich, dass mich meine Eltern nicht lieben und alle besser dran wären, wenn ich einfach nicht existieren würde.

Und was mach ich? Ich habe nicht einmal den Anstand, mich selber zu entfernen.

(Nein, ich habe keine Pläne in dieser Richtung, ich bin einfach nur generell diese Existenz leid.)

Ich bin das alles einfach so leid. Auch körperlich bin ich krank. Ich kann nur Teilzeit arbeiten und hab trotzdem viele Krankheitstage. Keine meiner Erkrankungen ist heilbar. Autismus habe ich auch.

Ich schleppe mich von Tag zu Tag und das wars. Ich hab keinerlei Ambitionen im Leben. Keine Karriere, die ich anstrebe. Ich lebe und irgendwann sterbe ich halt. Wahrscheinlich früher als später.

Und wahrscheinlich weiß jeder Mensch einfach instinktiv, dass etwas nicht mit mir stimmt. Deswegen werde ich so behandelt.

Und ich wehre mich ja nicht einmal. Ich lasse es über mich ergehen. Nehme alles hin, egal wie sehr es mich verletzt. Ich bin einfach ein Fußabtreter.

Was fällt mir eigentlich ein mich überhaupt zu beschweren? Wenn es mich wirklich stören würde, dann muss ich halt was daran ändern. Andere machen es doch auch, also warum stell ich mich so an?

Und wenn ich das so jemandem erzähle, dann kommt das Mitleid.

"Es ist nicht deine Schuld, dass deine Eltern dich misshandelt und vernachlässigt haben."

"Es ist nicht deine Schuld, dass dein erster Freund dich zum Sex gedrängt hat."

"Es ist nicht deine Schuld, dass dein zweiter Freund alles an Hilfe ablehnt und in einer Psychose ist."

Aber irgendwie ist es ja doch meine Schuld. Man sollte meinen, dass ich irgendwann mal raffe, dass ich der gemeinsame Nenner bin. Dass ich niemandem wirklich vertrauen kann. Dass einfach fundamental etwas falsch mit mir ist.

Ich sehe keine Hoffnung in meiner Zukunft. Wenn zehn Jahre Therapie kaum was gebracht haben, was sollen dann weitere Jahre der Therapie bringen?

Im Endeffekt nehme ich gerade nur einer anderen Person den Therapieplatz weg. Und trotzdem fange ich gerade eine neue Therapie an, dieses Mal Traumatherapie.

Ich bezweifle, dass ich überhaupt Trauma habe. Ich habe keine Flashbacks oder Albträume. Nichts dergleichen. Keine Ahnung.

Ich weiß nicht, was ich überhaupt mit diesem Post bezwecke. Ich glaube ich musste es mir einfach mal von der Seele schreiben.

Und ich mein, so schlimm ist das Alles doch gar nicht. Ich habe Hobbys, die ich ausübe. Ich habe Freunde. Aber ich spüre halt trotzdem nichts.

Ach, keine Ahnung. Es ist alles irgendwie immer scheiße und letztendlich gibt es nur eine Person, die daran Schuld ist und das bin ich selber.

Posted Jul 10, 2026, 6:02 PM UTC

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