Die "Entitlement-Gen Z-Attitüde" funktioniert erstaunlich gut
Full Disclosure: Ich bin selber Gen Z, aber mir wurde ein anderes Mindset eingetrichtert. Harte Arbeit, Loyalität, "Lehrjahre sind keine Herrenjahre" etc.
Daher habe ich dieses stereotypische Gen-Z-Verhalten super belächelt. Irgendwann hat's mir dann in meinem Praktikum aber gereicht und ich bin ab dann voll in dieses Klischeeprofil reingefallen. Sehr entitelt. Hohe Anforderungen. Stehe stark für mich ein. Sage (im Vergleich zur Meinung älterer Generationen) viel zu oft nein. Jobhopper aus dem Bilderbuch.
Mein Praktikum hat mich zum Beispiel so angekotzt, dass ich mir ein neues gesucht habe und mich dann habe kündigen lassen. Mein Chef hatte mir eine Stunde lang eingeredet, wie sehr ich meine Zukunft verbaut habe und deswegen meinen Abschluss nicht bekommen werde. Als ich mich nach dem Monolog bedankt hatte und ihn informierte, dass ich bereits ein Back-up hatte, war der richtig entsetzt, fast schon wütend.
Anyway, seitdem reite ich die Attitüde, zusätzlich mit richtig Delulu-Anforderungen und -Wünschen. Klappt das immer? Nein. Aber erstaunlich oft. Stehe inzwischen sehr gut im Leben da. Beispielsweise ein sehr gut bezahlter Job mit viel Flexibilität. Gleichzeitig stehe ich aber für mich, meine Bedürfnisse und Wünsche ein und beuge mich nicht ausgedienten Ideologien. Dadurch geht's mir mental viel besser.
Trotzdem sehe ich 24/7 Leute über die Attitüde der Gen-Z nörgeln. Ich finde wir machen das richtig.
Posted Jul 11, 2026, 1:09 PM UTC