Nolans Odyssee ist nicht "woke"

Edit: Umformuliert, weil meine Message sonst flöten geht.

Kürzlich bin ich über Kritik an der aktuellen Verfilmung der Odyssee gestoßen. Dort hieß es wegen der Besetzung einiger Rollen "Wieder einmal zerstört woke culture eine gute Filmvorlage". Auch las ich den Spruch "Make it woke, go broke" was in diesem Kontext bedeuten soll: Wer seine Filme "woke macht", verdient eben weniger Geld damit. Versteht mich nicht falsch... auch ich finde, dass man die Besetzung schon recht authentisch auswählen sollte, aber ich finde es scheiße, wie dieser tolle Begriff mal wieder (auch von rechten Stimmen) durch den Dreck gezogen wird. Dies ist meine unbeliebte Meinung, weil Tagesschau-gebildete Normalos einfach nicht wissen, wie man diesen Begriff korrekt verwendet.

Dabei finde ich es natürlich nicht problematisch, mythologische Figuren, die so oder so nur erfunden sind und zu deren Hautfarbe es keinerlei historisch relevante Bemerkungen gibt, mit irgendeiner angeblich unpassenden Hautfarbe Personen zu casten.

Nolan und viele anderer Regisseure oder Studios sind abgesehen davon selten wirklich "woke", sondern betreiben eher "Tokenismus", was ein kritischer Gegenbegriff für Dinge wie "Concious Casting" ist, bei dem Minderheiten eher als Aushängeschild benutzt werden. Dies geschieht laut berechtigter Kritik, um überhaupt für Awards nominiert werden zu können.

Wenn ihr wirklich eine "gefälschte Wokeness" kritisieren wollt, dann verwendet auch den kritischen Begriff dafür, ihr Plebejer! :D Die Kritik ist ja durchaus berechtigt.

woke = aufgeweckt und ohne Scheuklappen durchs Leben gehen, mit Blick auf gesellschaftlich benachteiligte Gruppen oder Diskriminierung, über die zuvor eher weniger gesprochen wurde.

Tokenismus = kritischer Begriff für "Concious Casting" ist, bei dem Minderheiten als Aushängeschild benutzt werden. Ähnlich wie "Pinkwashing".

Posted Jul 27, 2026, 7:10 AM UTC

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