Amazon entsorgt meinen eingesendeten Reklamations-Mähroboter und verlangt jetzt 970 € – „Falsches Gerät / Gebraucht“

Hallo zusammen,
ich stecke gerade in einer völlig absurden Situation mit Amazon und wollte mal eure Einschätzung bzw. Erfahrungen dazu hören.
Der Hintergrund:
Kauf: Im November 2024 habe ich einen Mähroboter (Worx Landroid Vision M800) für knapp 970 € direkt bei Amazon gekauft.
Reklamation: Nach ca. 1,5 Jahren Nutzung und einer erfolglosen Reparatur hat der Kundenservice im Juli 2026 eine Rückabwicklung/Gutschrift vereinbart.
Retoure: Ich habe den gebrauchten Mäher im Original-Versandkarton mit dem bereitgestellten Retourenlabel zur Post gebracht (Einlieferungsbeleg liegt vor). 
Das Problem:
Ein paar Tage später schickt Amazon eine E-Mail mit einer bösen Überraschung:

  1. Sie behaupten, im Paket habe sich anstelle eines Neuprodukts ein „gebrauchtes bzw. falsches Gerät“ befundet (sie werfen mir vor, das Modell WR208E statt WR208E.1 geschickt zu haben).
  2. Sie verweigern die Gutschrift und kündigen an, mein Konto in den nächsten Tagen mit den 970 € zu belasten.
  3. Der Hammer: In der Mail teilen sie mir beiläufig mit, dass sie das von mir eingesendete Gerät bereits eigenmächtig entsorgt/vernichtet haben!
    Warum das absolut absurd ist:
    Falscher Prüfmaßstab: Amazon behandelt den Fall wie einen regulären Widerruf von Neuware. Dass ein 1,5 Jahre altes Reklamationsgerät gebraucht ist, liegt in der Natur der Sache.
    Beweisvereitelung: Da sie das Gerät entsorgt haben, haben sie sich selbst die Möglichkeit genommen, die Seriennummer am Gerät abzugleichen. Ich habe die Seriennummer sowie die Produktregistrierung vorliegen.
    Modellbezeichnung entkräftet: Ich habe sogar noch einen alten E-Mail-Verlauf aus 2024 mit dem Worx-Support. Der Hersteller bestätigt darin schriftlich, dass das Gerät werkseitig als WR208E gelabelt ist und es technisch identisch mit der Shop-Bezeichnung ist.
    Bisherige Schritte:
    Dem E-Mail-Support ist das alles egal – da kamen am Ende nur noch die typischen Textbausteine („Wir können in dieser Angelegenheit nichts mehr für Sie tun“).
    Ich habe jetzt einen formellen Widerspruch per Einwurf-Einschreiben an die Rechtsabteilung in München geschickt (inkl. Fristsetzung, Herstellerbestätigung, Seriennummer und Versandbeleg).
    Falls sie die 970 € abbuchen, werde ich die Lastschrift direkt über die Bank zurückgehen lassen (Chargeback / Widerruf). 
    Deckungsanfrage bei der Rechtsschutzversicherung und Meldung an die Verbraucherzentrale laufen parallel.
    Hat jemand schon mal etwas Ähnliches mit der „eigenmächtigen Entsorgung“ durch Amazon erlebt? Wie stur stellt sich Amazon erfahrungsgemäß an, sobald die Lastschrift zurückgebucht wird?

Posted Jul 30, 2026, 2:07 PM UTC

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