Neuroborreliose, Einschränkungen und Abitur – brauche Einschätzungen
Hallo zusammen, ich bin gerade etwas unsicher, wie ich meine eigene Situation einschätzen soll.
Ich bin 19 und habe seit über zwei Jahren diagnostizierte Neuroborreliose. Vor der Diagnose wurde ich zunächst falsch diagnostiziert und hatte bereits starke neurologische Symptome. Seit der Diagnose hatte ich mehrfach mehrere Wochen Antibiotikabehandlungen, welche meine Symptome kaum verbesserten und werde inzwischen bei einer Borreliose-Spezialistin mit Disulfiram off-label weiterbehandelt. Sie ist grundsätzlich zuversichtlich, dass ich wieder gesund werden könnte, aber eine vollständige Genesung ist nicht garantiert. Nach meiner eigenen Recherche bin ich diesbezüglich etwas weniger optimistisch.
Aktuell habe ich vor allem eine starke Fatigue, eingeschränkte körperliche und geistige Belastbarkeit(dies eher nur meines Empfindens), Konzentrationsprobleme, Kopfschmerzen und Nervenschmerzen und bin zudem seit meiner frühen Kindheit Migräne Patientin, die Migräne ist seit der Borreliose deutlich schlimmer geworden und belastest mich häufig mehrfach die Woche. Ich hatte auch eine immer wiederkehrende Fazialisparese . Die Borreliose und die Behandlungen haben zu vermutlich bleibenden Schäden an Leber und besonders Darm geführt sowie zu einer vielzahl von Nahrungsmittelunverträglichkeiten
Im Alltag kann ich deutlich weniger machen als früher. Vor meiner Erkrankung war ich eine gute Schülerin, inzwischen ist meine schulische Leistung deutlich eingebrochen. Jetzt steht mein Abitur an, und ich weiß ehrlich gesagt nicht, wie ich das in meinem aktuellen Zustand schaffen soll.
Was mich zusätzlich verunsichert: Borreliose wird oft als unangenehm, aber nicht unbedingt als besonders schwerwiegend wahrgenommen. Ich kann deshalb selbst kaum einschätzen, ob meine Einschränkungen tatsächlich erheblich sind oder ob ich einfach ungewöhnlich wenig belastbar bin.
Mir wurde online geraten, mich über einen Nachteilsausgleich bzw. einen GdB zu informieren. Ich weiß aber überhaupt nicht, ob das bei meiner Situation realistisch ist oder ob ich dafür ausreichend eingeschränkt bin.
Hat jemand Erfahrungen mit einer ähnlichen Situation oder kann einschätzen, wie sinnvoll es wäre, mich in diese Richtung weiter zu informieren?
Posted Aug 8, 2026, 5:23 PM UTC