Erfahrungen mit Fachwechsel als Assi im gleichen Haus

Allgemeine Frage/Diskussion

Hiho!

Vorgeschichte und Dampf ablassen:

Ich arbeite nach vorherigen Jahren in der Rechtsmed seit einigen Jahren in der Psychiatrie- ursprünglich mit dem Wunsch den FA zu machen- und finde das Fach auch unverändert gut. Ich muss allerdings dazu sagen, dass ich nie große Karrierewünsche hatte und für mich unverändert klar im Vordergrund steht einer sinnstiftenden und erfüllenden Arbeit nachzugehen, keinerlei Motivationsprobleme, aber ich mag es auch wirklich sehr, wenn ich einfach ungestört ubd soweit sinnvoll und vertretbar autonom meine Arbeit machen und Menschen begleiten darf.

Mit vielen Fachbereichen könnte ich mich anfreunden, solange die Teamstimmung passt und solange die äußeren Strukturen einigermaßen einem gewissen Menschenverstand folgen. Die letzten Punkte haben sich jedoch zunehmend verschlechtert, ich werde zunehmend wahnsinnig durch das permanente Durcheinanderschütteln der Tages- und Wochenpunkte, die in so einem Klinikbetrieb wenigstens noch planbar sind, ohne dass dabei irgendein Nutzen für die Versorgung, die Patienten und auch der Mitarbeiter inkl. mir ersichtlich ist. Eher ziemlicher Schaden. Ebenso wie (ursprünglich freiwillige) Zusatzverantwortlichkeiten, die aber mittlerweile selbstverständlich und ohne kleinste Entlastung an anderer Stelle mitlaufen.

Zudem gehen mir aktuelle und voraussichtliche politische Entscheidungen gerade im akutpsychiatrischen Raum hinsichtlich Datenschutz, Schweigepflicht und Umgang mit erkrankten Menschen gehörig gegen den Strich, lange Rede kurzer Sinn, abhängig davon, wie es weiter geht überlege ich entweder in der Nähe auf die Suche nach zumindest etwas grüneren Wiesen zu gehen oder auch ggf. innerhalb des Hauses den Fachbereich zu wechseln (derzeit Überlegung PsychSom, Patho, Labor; auch abhängig wann überhaupt vakante Stellen). Ich möchte einfach möglichst in Ruhe, liebend gerne mit Mentoring, aber ohne Sabotageakte arbeiten dürfen. Da ich nach 'nem eigenen monatelangen BurnOut nun eh bald Kontakt mit dem BEM aufnehmen werde:

Die Kernfrage(n):
Hat hier jemand Erfahrungen mit einem (Fachrichtungs-)Wechsel innerhalb des Hauses? Wie ist es euch mit den eigenen Entscheidungen gegangen? Vor- und Nachteile "im Haus"/anderes Haus? Fallstricke in Gesprächeb? BEM mit in solche Entscheidungen reinnehmen? Alternative Tätigkeitsmodelle?

Bin für jeden Erfahrungswert unglaublich dankbar.

Posted Aug 13, 2026, 4:17 PM UTC

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