Mein Freund erzählt belastende Dinge total beiläufig und wird bei kleinen Missverständnissen extrem emotional ich weiß nicht, wie ich das einordnen soll
**Mein Freund erzählt belastende Dinge total beiläufig und wird bei kleinen Missverständnissen extrem emotional ich weiß nicht, wie ich das einordnen soll**
Mein Freund (29) und ich (26) (erster Freund 2 Jahre/ Fernbeziehung) reden eigentlich sehr offen miteinander. Er erzählt mir auch Dinge, die ihn beschäftigen oder belasten. Was mich aber zunehmend verwirrt, ist die Art, **wie** er über solche Sachen spricht.
Oft erzählt er etwas Persönliches oder Schweres und beendet es dann einfach mit „ach egal“, „was soll’s“ oder sagt es in einem Ton, als wäre es irgendeine normale Information nebenbei.
Zum Beispiel hat er mir irgendwann erzählt, dass er früher kurz etwas mit einer Mutter hatte. Ein anderes Mal haben wir darüber gesprochen, was passieren würde, wenn unsere Beziehung irgendwann vorbei wäre. Er meinte, dass er wahrscheinlich sehr lange um mich trauern würde, sich aber gleichzeitig relativ schnell jemanden suchen könnte, einfach um sich abzulenken.
Das Merkwürdige daran ist weniger, dass er solche Gedanken hat, sondern **wie selbstverständlich und emotionslos er sie manchmal ausspricht**. Dadurch weiß ich oft nicht, ob etwas ihn wirklich belastet, ob es ihm tatsächlich egal ist oder ob dieses „ach egal“ seine Art ist, mit unangenehmen Gefühlen umzugehen.
Jetzt gab es noch eine kleine Situation, die mich darüber wieder nachdenken ließ.
Mir ging es nicht besonders gut und ich habe ihm davon erzählt. Er antwortete mir auf Türkisch mit „söylemeseydin“, was ungefähr bedeutet: „Hättest du es nicht gesagt.“ Eigentlich wollte er aber „söyleseydin“ schreiben, also sinngemäß „Hättest du es gesagt“.
Ich wusste natürlich nicht, dass er sich verschrieben hatte, und habe deshalb einfach mit „Warum?“ auf das reagiert, was tatsächlich da stand.
Daraufhin wurde er sehr wütend, weil ich angeblich hätte merken sollen, dass er sich verschrieben hat bzw. ihn hätte korrigieren sollen. Für mich war es einfach ein Missverständnis wegen eines einzigen Buchstabens und ich konnte nicht verstehen, warum ihn das emotional so getroffen hat.
Kurz nach diesem kleinen Streit hat er mich dann angerufen. Und plötzlich wirkte er überhaupt nicht mehr wütend. Er sah einfach **komplett fertig und emotional erschöpft** aus und hat mich sehr lange angeschaut, ohne wirklich viel zu sagen.
Ich weiß, dass er Schwierigkeiten mit seinen Emotionen hat. Wir sind uns auch gegenseitig sehr wichtig und brauchen einander. Deshalb versuche ich zu verstehen, was in solchen Momenten in ihm passiert.
Ich frage mich inzwischen, ob dieses ständige „ach egal“, „was soll’s“ und das beiläufige Erzählen von eigentlich schweren Dingen vielleicht genau das Gegenteil von Gleichgültigkeit ist. Also dass ihn Dinge eigentlich sehr stark treffen, er aber nicht weiß, wie er darüber reden oder Verletzlichkeit zeigen soll.
Gleichzeitig möchte ich natürlich auch nicht anfangen, jedes verletzende oder wütende Verhalten damit zu entschuldigen, dass er emotionale Probleme hat.
**Kennt jemand dieses Verhalten von sich selbst oder von einem Partner? Warum erzählt jemand sehr emotionale Dinge so beiläufig und reagiert dann bei scheinbar kleinen Missverständnissen plötzlich extrem stark?**
Ich hab den Text jetzt mit ChatGPT verfasst, weil ich nicht wusste, wie ich alles verfassen soll.
Posted Aug 14, 2026, 12:32 AM UTC