Arglistige Täuschung beim Privatkauf? Ford Cougar 2 Tage später schwere Mängel

Frage | Question

Servus zusammen,

ich brauche mal eure Einschätzung zu meinem Fall, weil ich wissen möchte, wie meine Chancen stehen.

Ich habe vor 2 Tagen privat einen Ford Cougar 2.0, Baujahr 2000, für 2.000 € gekauft. Im Kaufvertrag wurde die Gewährleistung ausgeschlossen.

Mir war von Anfang an klar, dass ein Auto aus dem Jahr 2000 für 2.000 € kein Neuwagen ist. Dass Rost vorhanden ist, dass optische Sachen nicht perfekt sind und dass ich wahrscheinlich noch Geld investieren muss, war mir völlig bewusst. Damit hätte ich auch überhaupt kein Problem gehabt.

Mein Problem sind aber mehrere größere und teilweise sicherheitsrelevante Mängel, von denen beim Kauf nichts gesagt wurde.

Bei der Besichtigung und Probefahrt hat der Verkäufer mir sinngemäß gesagt, dass das Auto für ihn in einem guten Zustand ist und dass nur die Klimaanlage nicht funktioniert. Von anderen größeren technischen Problemen war keine Rede.

Ich habe davon auch Sprachnachrichten, in denen er mir den guten Zustand des Autos bzw. dass es keine solchen größeren Mängel gibt, zugesichert hat.

Außerdem war bei der Besichtigung und Probefahrt ein Zeuge von mir dabei, der das Gespräch mitbekommen hat und bestätigen kann, was der Verkäufer über den Zustand des Autos gesagt hat.

Ein Ankauftest wurde vor dem Kauf allerdings terminlich nicht gemacht.

Zwei Tage nach dem Kauf ist dann Servoöl unter dem Auto abgetropft. Deshalb bin ich zum ÖAMTC gefahren und habe dort eine Überprüfung machen lassen.

Bei der ÖAMTC-Überprüfung wurden dann mehrere Mängel festgestellt, darunter auch Dinge, die für mich nicht einfach unter „altes Auto, bisschen Rost und Verschleiß“ fallen.

Ich habe die Mängel und den Zustand des Autos fotografiert und habe auch die Ergebnisse bzw. Unterlagen von der ÖAMTC-Überprüfung.

Was mich besonders stutzig macht: Die Anzahl und Art der festgestellten Mängel lassen für mich darauf schließen, dass diese Probleme nicht innerhalb von zwei Tagen entstanden sein können, sondern wahrscheinlich schon länger vorhanden waren.

Jetzt ist meine Frage:

Habe ich trotz des Gewährleistungsausschlusses eine Chance, den Kauf wegen einer möglichen arglistigen Täuschung rückabzuwickeln und die 2.000 € zurückzubekommen?

Wie würdet ihr die Sache einschätzen? Sind Sprachnachrichten, der Zeuge und die ÖAMTC-Überprüfung gute Beweismittel?

Ich habe das Auto bisher nicht reparieren lassen und möchte auch nichts verändern, bevor die rechtliche Situation geklärt ist.

Danke euch!

Posted Sep 8, 2026, 11:46 AM UTC

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