Ich glaube, ich habe meinen Glauben verloren...
Hey Leute,
Kleines Vorwort: Dieser Post dient nicht dazu eine Debatte zu starten, sondern spiegelt lediglich meine Inneren Konflikt wider und die Hoffnung auf....ich weiß nicht genau - vielleicht eine Idee wie man damit umgeht?
Irgendwie fühle ich mich verloren.
Ich habe mein ganzes Leben lang daran geglaubt, dass es einen Schöpfer gibt - wie auch immer ihr es definieren möchtet und daran, dass es eine ausgleichende Gerechtigkeit geben wird. Ihr wisst schon: böse Menschen werden bestraft und gute belohnt (stark vereinfacht natürlich).
Ich habe die Wissenschaft schon immer bewundert. Klar, sie ist manchmal kühl und arrogant, aber sie ist aufrichtig und bedient sich nicht der Arglist, Täuschung oder Lüge. Sie hält gnadenlos an ihren Prinzipien fest und ist dabei ergebnisoffen.
Die Evolution war für mich nicht mehr, als eine Theorie, ein Versuch intelligentes Design und Schöpfung zu verdrängen.Nachdem ich mich jedoch etwas tiefer damit beschäftigt habe, traf mich die Faktenlage und die Datenmenge dahinter wie ein Donnersschlag - als würde sich eine Falltür unter mir auftun.
Im nächsten Schritt habe ich die Geschichten und Konzepte in den religiösen Schriften geprüft, nur um herauszufinden, dass es eine Mischung aus Astrologie, Numerologie, Kopie und das Ergebnis politisch/gesellschaftlicher Situationen zu sein scheint.
Mein Bruder hat mir vor kurzem von einer sehr schwerwiegenden Situation erzählt und dass er wie ein wahnsinniger für eine Besserung gebetet hat - ohne Erfolg....
Ich habe von großangelegten Studien erfahren, in dem der Effekt von Gebeten überprüft wurde und dass es keine signifikanten Ergebnisse gab, die für das Gebet sprechen.
Ein Gedanke der mich auch nicht loslässt, ist das Thema Wunder: Spaltung des Meeres, Heilung von schwer kranken, die Erweckung von Toten usw.
Ich habe mich schon sehr lange gefragt, warum es derartig gewaltige Dinge nicht heute gibt? Merkwürdig nicht wahr? Der Zauber dahinter scheint zu verschwinden, wenn er auf eine Zeit trifft, die in der Lage ist es zu prüfen und zu widerlegen oder möglicherweise auch zu betätigen.
Wir haben technische Instrumente gebaut, mit denen wir in die entferntesten Winkel unseres Sonnensystems blicken können. Wir können Dinge auf atomarer Ebene beobachten, aber nirgendwo finden wir auch nur den Ansatz einer Spur von Engeln, Teufeln oder gar Gott selbst.
Es ist kalt und dunkel da draußen im Universum und es gibt keine Stimme die erklingt, keine Gerechtigkeit, keine Erlösung nach dem Tod - nur ausgeschmückte Geschichten, glasiert mit Feenstaub.
Ich fühle mich nicht überfordert oder ängstlich, sondern tief traurig - als hätte ich eine Beziehung mit einer Person beendet, die es nie gab - das klingt total verrückt.
Ich weiß nicht so genau, wie ich damit umgehen soll. Ich hatte diese Gedanken und Zweifel schon lange, habe sie aber bewusst ignoriert.
Hat jemand hier eine ähnliche Erfahrung gemacht und kann mir einen Ratschlag geben?
Ich danke euch
Posted Sep 12, 2026, 8:34 AM UTC