r/Eltern•
Lennayal

Meinem Sohn fallen Abschiede unglaublich schwer...

Kleinkinder, 1-3 Jahre :kind:

...aber nicht im klassischen Sinne.

Mein Sohn ist gerade zwei Jahre alt geworden und hat seit längerem arge Probleme mit "Abschieden" in banalen Alltagssituationen.

Ich rede hier nicht von Abschieden von Menschen (das klappt ganz wunderbar mit Küssen, Umarmungen und Tschüss), sondern von ganz Alltäglichem.

Beispielsweise wenn das Wasser aus der Wanne abläuft. Oder die Pipi aus dem Töpfchen ins Klo geschüttet wird.

Wenn eine Ameise zurück in ihre Behausung krabbelt.

Die Windel weggeschmissen wird.

Wenn das letzte Stück Brot aufgegessen wird.

Oder der Helikopter am Himmel außer Sichtweite fliegt.

Jeder kleinste "Abschied" im Alltag ist begleitet von sehr vielen Tränen und einem kaum zu beruhigenden Kind.

Er kann schon sehr gut ausdrücken, was der Grund ist

"neeeeeeeiiiinnnnn, Helikopter fliegt weg!!!!", aber er kann mir natürlich noch nicht sagen, warum das alles so eine schlimme Katastrophe für ihn ist.

Zumal ihm ja wie gesagt Abschiede von seinen Liebsten überhaupt nicht schwer fallen.

Es bricht mir mittlerweile wirklich immerzu das Herz ihn so weinen zu sehen. Nicht dieses klassische und trotzige Kleinkinderweinen, sondern richtig tiefe Traurigkeit.

Ich versuche mittlerweile schon, so viele "Tschüssi" in den Alltag zu integrieren wie es irgendwie geht, aber ich denke auch nicht bei jeder Situation daran. Und ehrlich gesagt, kann es doch auch nicht die Lösung sein, zu jedem Papier, dass ich in den Müll schmeiße, "Tschüss" zu sagen...

Leider klappt selbst dieses Tschüss auch nicht (mehr).

Wir sind ein bisschen ratlos. Ist das jetzt nur eine sehr intensive Phase?

Hat damit jemand Erfahrung oder Tipps wie ich ihm diese "Abschiede" erleichtern kann?

Posted Sep 21, 2026, 6:18 PM UTC

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