Die Aussprache von „keinen“

Question

Ist „keinen“ meist wie „kein“ ausgesprochen? Oder ist das ein seltsames „kein'n“?

Ich hatte immer gedacht, dass ich „keinen“ einfach nicht verstehen konnte, wenn ich es höre. Aber wenn ich mich konzentriere, kann ich „kein-“ mit den anderen Endungen leicht verstehen (d. h. ich höre und verstehe „keine“, „keiner“, usw. problemlos).

Außerdem habe ich mir Freunde angehört (Link zum Anfang des Refrains) und ich höre deutlich „du hast kein Plan“. Ich weiß, dass man manchmal das E „verschluckt“ (z. B. „verloren“ ist normalwise „verlorn“ ausgesprochen) aber ist das in diesem Fall so?

Vielen Dank im Voraus und sagt mir Bescheid, wenn ihr irgendeinen Fehler findet!

Posted Apr 7, 2020, 9:03 AM UTC

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Klapperatismus•

Es kommt auf den Sprecher an. Manche sagen sehr zuverlässig mein'n, dein'n, kein'n und manche kriegen das mit dem n'n einfach nicht hin.

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FreedomWizardOPMaybe B2?•

Echt hilfreich! Danke sehr!

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Titan-Man•

Ich als 62 Jahre alter, in Deutschland lebender, Muttersprachler höre das "e" am Ende von "keinen" aber in den allermeisten Fällen (> 95%). Ganz wenige Leute verschlucken das "e", besonders wenn sie leichten Dialekt sprechen. Aber natürlich sprechen Muttersprachler in der Realität oft schnell und betonen nicht jeden Ton deutlich. Du solltest einfach mehr deine Hörfähigkeiten üben, z. B. mit den reichlich vorhandenen Audiotheken und Apps der deutschen Radiosender mit vielen Sprachbeiträgen.

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FreedomWizardOPMaybe B2?•

Gut zu wissen!

Du solltest einfach mehr deine Hörfähigkeiten üben

Ja, das muss ich! haha

Vielen Dank dafür!

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muehsamNative (Schwäbisch+Hochdeutsch)•

Der Unterschied zwischen "kein" und "keinen" liegt vor allem im Rhythmus. "Kein" hat nur eine Silbe, "Keinen" hat zwei Silben. Wenn man es nach Silben getrennt aufschreibt, ist "kein" einfach nur "kein", aber "keinen" ist entweder ganz sauber ausgesprochen "kei-nen", oder etwas verschliffen "kei-nn". Das kann natürlich ähnlich klingen wie "kein", ist aber trotzdem nicht ganz gleich. Ich kann mir aber gut vorstellen, dass für viele Lernende der Unterschied kaum hörbar ist.

Parallel dazu gibt es auch die Tendenz, dass im Akkusativ Masukulin die Endung -en bei einigen Leuten umgangssprachlich wegfällt, d.h. das "keinen" wird dann wirklich zu "kein". Dieselben Leute werden aber normalerweise trotzdem das "keinen" im Dativ Plural zweisilbig aussprechen.

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FreedomWizardOPMaybe B2?•

Das Ding mit dem Rhythmus ist sehr hilfreich und es ist gut zu wissen, dass manche Leute das „-en“ verschlucken. Danke vielmals!

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reedditor3•

Ist sicher für lernende verwirrend.

Nur um nochmal nachzuhaken: Keine wird (praktisch) nie als kein ausgesprochen. Die zwei sind klar unterschiedlich. Wenn Du "keine" auf einen Zettel schreibst und Muttersprachler frägst es vorulesen, wirst du immer keine hören, nicht kein.

Was aber häufig in der Umgangssprache gemacht wird ist keine mit kein zu ersetzen. Der Unterschied ist in der Wortwahl, der Grammatik, nicht in der Aussprache.

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FreedomWizardOPMaybe B2?•

Ich habe doch kein Problem damit, zwischen „keine“ und „kein“ zu unterscheiden, sondern „kein“ und „keinen“. Besonders in schnell gesprochener Sprache klingt es mir, als würde das „en“ in „keinen“ verschluckt, deshalb habe diesen Beitrag geschrieben :)

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Was aber häufig in der Umgangssprache gemacht wird ist keine mit kein zu ersetzen. Der Unterschied ist in der Wortwahl, der Grammatik, nicht in der Aussprache.

Das wusste ich nicht, danke! Und danke für den ganzen Kommentar!

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MrUruk•

Where I come from it's spoken as a kein'n, with the last n being a bit nasal

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FreedomWizardOPMaybe B2?•

Oh, thank you, I'll watch out for that!

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