Interview mit Cannabis Azt
Dr. Mathias Henneberg ist Facharzt für Anästhesiologie und Intensivmedizin und hat sich bereits seit Jahren auf die Verschreibung von Medizinalcannabis spezialisiert.
Für welche Erkrankungen verschreiben Sie am häufigsten Cannabis?
Dr. Henneberg: Die meisten meiner Patienten leiden unter chronischen Schmerzen, die häufig Folge von Operationen, Unfällen oder degenerativen Erkrankungen sind – etwa Arthrose, Rückenschmerzen oder Nervenschmerzen. In solchen Fällen kann Cannabis oft dort helfen, wo klassische Schmerzmittel versagen oder zu starke Nebenwirkungen verursachen.
Sehr häufig kommen auch Patienten mit Ein- und Durchschlafstörungen. Viele von ihnen haben bereits eine lange Leidensgeschichte hinter sich – manche schlafen seit Monaten oder Jahren kaum noch durch. Hier haben sich insbesondere Cannabisblüten mit hohem Indica-Anteil bewährt, da sie entspannend wirken und das Einschlafen deutlich erleichtern.
Daneben sehe ich Patienten mit sehr unterschiedlichen Krankheitsbildern: vom Restless-Legs-Syndrom über Menstruationsbeschwerden bis hin zu posttraumatischen Belastungsstörungen. Gerade bei Letzteren berichten viele, dass Cannabis ihnen hilft, wieder zur Ruhe zu kommen und die innere Anspannung zu verringern.
Was berichten Ihre Patienten über ihre Erfahrungen mit der Cannabistherapie?
Dr. Henneberg: Die Rückmeldungen meiner Patienten sind überwiegend sehr positiv. Viele berichten bei den Kontrollterminen, dass sie dank einer Cannabistherapie wieder ein Stück Lebensqualität zurückgewonnen haben.
Patienten mit Schlafstörungen erzählen, dass sie endlich wieder ein- und durchschlafen können – und das oft zum ersten Mal seit Jahren. Dadurch fühlen sie sie sich erholter, konzentrierter und aktiver im Alltag.
Patienten mit chronischen Schmerzen berichten, dass die Schmerzen nicht mehr so brennend oder stechend sind, sondern deutlich abgemildert auftreten. Häufig können sie auch ihre bisherigen Schmerzmittel reduzieren oder ganz absetzen.
Für mich persönlich ist es jedes Mal eine große Freude, wenn ich sehe, wie positiv sich die Lebensqualität meiner Patienten entwickelt. Viele bleiben über Monate in Betreuung und bekommen ihre Folgerezepte regelmäßig über Telemedizin Platform ausgestellt. Das ist ein gutes Zeichen dafür, dass die Therapie langfristig anschlägt.
Weitere Information ist auf dem Drapalin DE -- Cannanews Seite
Posted Dec 2, 2025, 9:15 AM UTC