Alles richtig gemacht aber tzdm alles falsch?!

Tratschn

Hi an alle :)

Bin 29 und fühle mich einfach furchtbar und total depri aber weiß nicht warum.

Kurz zu mir: habe eigentlich im Leben „alles richtig“ gemacht bzw. alles so gemacht wie die Gesellschaft es vorschreibt.

Mit 19 maturiert (HAK), ersten Bürojob -> 5 Jahre dabei, dann in eine größere Firma gewechselt mit echt gutem Zahltag, eigene Wohnung, Auto, kleiner aber feiner Freundeskreis, Beziehung, gutes Verhältnis zur Family und natürlich einen Hund.

Ich muss doch glücklich sein oder zumindest zufrieden, dass ist doch der Deal, wenn man alles richtig macht. Oder?! Aber bin ich schon lange nicht mehr. Ich fühl mich entweder beschissen oder fühle gar nix und mache einfach weiter.

Jetzt hatte ich Ende November mein 10-jähriges Klassentreffen HAK und es war ganz nett alle wiederzusehen.

Die meisten führen dasselbe Leben wie ich, nur halt die „Glücklich-Edition“ nehm ich mal an aber es gab Zwei die haben einen anderen Weg eingeschlagen.

Einer davon „Alex“ wollte nach der Matura an die WU hat sein Studium nach 2 Semestern abgebrochen, an die Uni Wien gewechselt wieder abgebrochen und dann beschlossen als Autor Freelance zu machen. Verdienst ist, falls er mal einen Auftrag hat furchtbar und er muss halt kreativ werden und macht andere Nebenjobs. Aber er hat so eine positive Einstellung und auch einfach positive Energie das ist oarg.

Nummer zwei: „Linda“ hat nach der HAK fünf Jahre gearbeitet, bei den Eltern gewohnt und so alles gespart. Dann ist sie auf Weltreise gegangen und jetzt wo sie wieder da ist -> beim AMS gemeldet, wohnt wieder zu Hause, Single. Einer der glücklichsten Menschen die ich seit langem gesehen habe.

Kann es sein, dass ich alles falsch gemacht habe, beim Versuch alles richtig zu machen.

Gehts irgendjemanden manchmal auch so? Eure Meinung dazu interessiert mich.

Posted Dec 26, 2022, 9:17 PM UTC

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rudowinger:Wien::Steiermark:•

Es is ois relativ. Vergleich mit anderen Menschen großes No-No

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mistergoodfellow78•

Glaub er fragt sich eher warum die beiden glücklich sind obwohl sie aus dem System ausbrechen - also bisschen die Reflektion was er selbst falsch macht es nicht zu sein. -> vielleicht mag er selbst mal bissi ausbrechen und mehr Dinge machen die er will statt was andere wollen.

Ich glaub Selbsterfahrung/Psychotherapie wäre da eine super Unterstützung. Mir ging es vor 15 Jahren auch wie op heute, Therapie gemacht, alles verändert, happy.

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AustrianMichael:Banane::Adler: Bananenadler•

Is halt die Frage, ob "Linda" & "Alex" nur nach Außen glücklich sind. Du weißt halt meistens ned, wie es "hinter den Kulissen" ausschaut. Depression muss ned immer nach außen sichtbar sein.

Kann mir gut vorstellen, dass mit 30 als arbeitsloser Single daheim wohnen auch ned auf Dauer so geil für die "Mental Health" ist...

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Mr_L1berty•

bin in meiner späten Jugend und frühen 20er öfter von meiner Mutter gefragt worden, ob es mir eigentlich eh gut geht, weil ich anscheinend eine so unglückliche Ausstrahlung von mir gegeben habe. Nach etlichen Gesprächen meiner Freunde und Onlinefreunde bin ich zu dem Entschluss gekommen, dass ich der glücklichste Mensch bin, den ich (gut) kenne. Ich bin nur sehr sehr sehr schlecht darin, das konstant zu zeigen. Wobei mich das (es konstant zeigen) wohl auslaugen würde.

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Genau so kann man eine Depression haben, wenn man "alles richtig" gemacht hat. Viel wichtiger noch: Selbst wenn Alex und Linda nicht den Norm-Lebenslauf haben, können sie glücklich sein - oder zumindest ohne Depression sein. Depression ist so eine komplizierte, mentale Erkrankung, dass man das nicht so simpel mit solchen äußeren Umständen korrelieren sollte. Nach einer 5-jährigen Weltreise eine Pause bei den Eltern einlegen oder trotz widriger Umstände versuchen, seinen Lebenstraum als Author zu bestreiten, müssen jedenfalls nicht automatisch in Depression münden. Und auch wenn Alex vielleicht an einigen Tagen frustriert oder traurig sein sollte ob dem Geldmangel, ist auch das nicht direkt eine Depression oder muss eine werden.

Statt sich mit Linda, Alex oder sonstwem zu vergleichen, wäre es in erster Linie aber sowieso extrem ratsam, etwas Selbstreflexion zu betreiben - ist doch wurscht, obs andern gut geht oder nicht, wenn es einem offensichtlich selbst nicht gut geht. "Hm, ja, der Karl lebt genau so wie ich und dem gehts ja auch gut" bringt dir nix, wenn du Depressionen hast oder sonst eine andere Schwierigkeit im Leben. Vielleicht stellt ob auch über die nächsten Wochen fest, dass der Musterlebenslauf nix für ihn ist und er lieber mal "ausbrechen" würde wie Linda es getan hat, oder vielleicht muss es auch einfach nur mal ein Jobwechsel oder ein Szenenwechsel sein. Das muss OP aber für sich selbst herausfinden, ggf. mit Unterstützung durch Therapieangebote.

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iamdisastaSuderqueen von Wien•

Ich muss doch glücklich sein oder zumindest zufrieden, dass ist doch der Deal, wenn man alles richtig macht. Oder?!

Na. Happy bist eher wennst machst was dir taugt.

Nicht was du glaubst das von dir verlangt wird aber eigentlich eh jedem wurscht is.

...Wennst zusammensitzt mit wem der 3 Gschrappen und ein schuldenfreies Haus hat hier, dort wer mit 4k netto / Monat und Eigentumswohnung, gegenüber wer der grad geheiratet hat und am Karrieretrip is...

Und du gmiadlich an deinem Bier nippst und dir denkst "es is mir so wurscht was ihr alle machts. Sobalds draußen schöner is sitz ich mit meinem Schnurlosbier in der Sonne und versandel den ganzen Tag vor einem Buch ohne an was denken zu müssen oder Verpflichtungen zu haben."

Sicher könnt ich mehr verdienen, mir mehr leisten und so, aber...warum, wenn das aktuelle Einkommen (noch) reicht, ich keine Kinder will (lass dir da bitte nix von wem einreden - die sind keine Pflicht und manche wollen halt keine) und ich privat einen Lenz haben kann weil meine Arbeit in der Nähe ist und oft HO zulässt, während andere von Termin zu Termin hirschen, auch um ihre ultrawichtige Arbeit ins Leben zu integrieren und dabei ein Tempo vorlegen müssen wie der Roadrunner einst bei seinen Begegnungen mit Wile E. Coyote?

Ob ich jetzt irgendwann mit Haus und 300k am Konto sterb oder mit meiner Gemeindewohnung und einem vollen Eiskasten ist mir persönlich wenns so weit ist absolut wurscht.

Schau a bissi mehr auf dich und viel weniger auf die anderen wenns um so was geht.

Ich mach das seit knapp 5 Jahren und fühl mich relativ gut. Auf jeden Fall besser als die 17 Arbeitsjahre davor wo ich irgendwem irgendwie gfallen wollt und glaubt hab dass das irgendwie alles wichtig warat. Seit ich 32 bin hab ich da eine ganz andere Sicht auf all das. Und wenns wurscht is is einfach leiwander.

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ExtendedSpikeProtein:Wien: Wien•

Goldene Worte :-)

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23tux•

Schnurlosbier, des merk i ma

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phantom_hope:Steiermark: Tiroler Wirtschaftsflüchting•

Die Worte eines Philosophen die hier geschrieben wurden.

Bin Jahre lang einer Karriere und einem Leben nachgelaufen welche ich mich gezwungen habe auszuführen. Mein Umfeld hat mir halt immer das Gefühl gegeben ich muss ein harter Bauarbeiter sein, was ich aber nie war...

Meine Frau hat mir quasi mit den gleichen Worten gesagt was du gerade geschrieben hast und mein Leben war damit automatisch um einiges simpler.

Bin mittlerweile Minimalist und komme mit so wenig aus dass ich quasi gar nicht mehr arbeiten müsste und ich war noch nie so entspannt und ruhig in meinem Leben.

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Hydr0dynamik:NiederOe: Niederösterreich•

Danke, hab ich grad braucht

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humanbeing999•

:)

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banevasion010•

Depression is a bitch. Es gibt oft keinen direkten Grund und es ist schwierig da einfach so rauszukommen. Es half mir viel nachzudenken und zu analysieren was mich wirklich stört im Leben und woher das ganze kommt. Ich habe Schritt für Schritt versucht die Dinge die mich beschäftigt haben in Angriff zu nehmen und komme heute viel besser mit allem klar. Vielleicht brauchst du Hilfe dabei und das ist keine Schande. Hol dir Hilfe wenn du sie brauchst.

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[deleted]•

Quarter Life Crisis, huh?

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daemogorgon•

Quarter Life mit 29 ist schon etwas optimistisch oder?

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[deleted]•

Nah!

“In popular psychology, a quarter-life crisis is a crisis "involving anxiety over the direction and quality of one's life" which is most commonly experienced in a period ranging from a person's early twenties up to their mid-thirties.”

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[deleted]•

[deleted]

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Been there, done that!

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rxikoWien•

Du sagst es, is genau so.

Mir würde man die Krankheit die ich habe niemals anmerken, wenn ich nicht offen darüber reden würde. Ich habe teils schwerste Symptome die aber nie nach außen hin sichtbar sind, schon gar nicht an solchen Events wie Klassentreffen. Es sind ausnahmslos alle schockiert wenn ich mal zu einem passenden Zeitpunkt was davon erzähle.

Ich studiere was anspruchsvolles, hab einen wundervollen Hund und eine tolle Beziehung mit meinem Freund seit über sieben Jahren, bin nach außen hin immer fröhlich und freundlich und optimistisch. Mit meiner Mutter eine gute Beziehung, mit meiner Schwester ebenfalls. Aber es ist nie alles so wie's scheint.

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[deleted]•

Am there (I think), doing that!

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oltungi•

Das 0815-Schema mit Ausbildung, Standardjob, Partner, Haus, Hund, Kindern passt einfach nicht auf jeden. Es gibt genug Leute, die damit glücklich sind, aber auch viele, die das eher machen, weil man das halt macht und dann eben draufkommen, dass sie das eigentlich nur langweilt und zermürbt. Besser jetzt als später, wenn dann Kinder da sind und man eine Ehe und nen sechsstelligen Kredit hat. Muss nicht sein, dass das bei dir so ist, aber vielleicht ist das einfach nicht alles und es fehlt was.

Du musst für dich rausfinden, was dich im Leben antreibt und dich glücklich macht.

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Ludothekar•

Mir ging es zwei mal im Leben mies.

Damals, als ich noch in "normalen" Arbeitsverhältnisen mein Brot verdiente. Mehrere Male an Bord, als das "Schiff" (also die Firma) wegen inkompetenter Führung unterging. Frust, Arbeitslosigkeit, Depressionen.

Dann hat es irgendwann gereicht und ich wurde selbstständig. Ein EPU, unabhängig von irgendwelchen besoffenen/unfähigen/unehrlichen Führungskräften und Mitarbeitern. Ich machte, was ich am bestens konnte und was mir am meisten Spaß machte. Kein Reichtum, manchmal war es beinahe unmöglich den Lebensunterhalt zu bestreiten, aber es ging langsam aufwärts. Schuldenabbau - ja, sogar ein bisschen Polster ging sich aus!

Dann kam Covid... Von einem Tag auf den anderen, kein Einkommen, kein Auftrag, nichts. Nur Kosten. Hilfen? Am Anfang ein Almosen, dann nichts mehr. Und ich Depp hab die ganzen Jahre mich redlich bemüht, alles perfekt abzurechnen und zu versteuern. Als ich dann nicht arbeiten durfte, war alles was ich bekam, ein ausgestreckter Zeigefinger. Es war knapp, doch durch die Hilfe eines Freundes gibt es mich noch immer.

Heute bin ich noch immer selbstständig - meine kleine Unternehmung hat sich ziemlich verändert, eine Tätigkeit musste ich leider aufgeben... Leider, denn ich habe die Arbeit mit Schulen und Kindern unheimlich gerne gemacht. Jetzt bilde ich nur mehr Erwachsene weiter - finanziell besser.

Es lohnt sich, zu überlegen was man will. Traut man sich, dieses abgesicherte Leben eines geregeltem Jobs hinter sich zu lassen - und wagt sich in ein Leben ohne Netz und doppelten Boden? Denn: kein Auftrag - kein Geld. Und Krankheit = kein Auftrag usw.

Ich habe es nicht bereut. Es ist mein Leben, ich liebe es meine Entscheidungen zu treffen und auch dafür gerade zu stehen. Ich arbeite gerne - ja auch viele Stunden mehr, als in einem "normalen" Job. Aber nicht weil es mir irgendein Fatzke befiehlt, sondern weil ich es so für mich bestimme.

Deshalb bin ich auch mit meinem Weg zufrieden - und das wird sich auch die nächsten Jahrzehnte wohl nicht ändern.

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Gloomy_Durian6057•

Jeder zeigt nur die gute Seite auf einen Klassentreffen,

Das "Alex" wohl möglicherweise regelmäßig Geldsorgen hat, erzählt er nicht.

Das Linda wohl möglich einsam ist und die Weltreise als Gateway genutzt hat, erzählt sie nicht.

Jeder ist auf Klassentreffen mehr so der Type "seht mich an ich bin großartig" Klar das die zwei glücklich/postive wirken macht einen nachdenklich.

Ich hat selbst vor kurzen 5 jähriges HTL treffen und hab mich auch unbewusst (durch Formulierungen) ins bessere Licht gerückt Ich hab meinen Traumberuf von damals. Ich fahre ein Auto von den viele Träumen. Meine Freundin ist weit außerhalb meiner Liga.

Das ich in der Arbeit oft überfordert bin, Das ich depressiv bin, Das ich viele Möglichkeiten verpasst hab und nicht nachholen kann hat niemand gesehen

Du musst am Ende glücklich sein mit den was du erreicht hast, und darfst es nicht damit anderen vergleichen, jeder hat anderen wünsche/Ziele in seinen Leben, mit denen man sich arrangieren muss, am Ende musst du glücklich sein und nicht die anderen beeindrucken.

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Du hast alles richtig gemacht, was dir die Marktwirtschaft und deine Eltern/Verwandten eingeredet haben. Meine Ma hat gesagt: Werd kein Journalist, da musst am Wochenende arbeiten und hast keine Familie. Werd lieber Lehrer oder was im Büro. Also Han ich was im Büro gemacht. Am Ende war ich dauernd auf Dienstreise, war dauergestresst umd dauernd im Dienst, hatte 10 Leute unter mir aber keine Kopf für meine Frau und meine Kinder. Haben ein Haus geerbt in der besten Gegend der Stadt, das mir den letzten Euro und den letzten Nerv kostet. Beziehung wäre in Arsch gegangen. Wir haben unser Leben umgestellt, hab den Job gewechselt und hab deutlich weniger Verantwortung. Wir leben seit 5 Jahren polyamor statt monogam, wenn ich aus dem Büro raus bin hab ich keine Sorgen mehr über die Firma und die Kohle reicht trotzdem. Ich fahr einen alten Skoda oder e-bike, das Haus ist noch immer nicht fertig renoviert aber das wird mir mehr und mehr egal.

Mach was, was dir Freude macht. Mein Schwager war wie du, jetzt mit 55 jammert er, dass er dein Leben für einen bedeutungslosen Job in Großkonzern verschwendet hat.

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Wurst85•

Du machst alles richtig laut Lehrbuch, du solltest aber eigentlich das machen, was du willst. Dann bist du glücklich.

/Stehsätze aus dem Lehrbuch

Aber ehrlich: keinem scheint immer die Sonne aus dem Popo. Alles hat Vor- und Nachteile. Es ist halt wichtig immer zu reflektieren ob für dich die Vorteile überwiegen. Wennst lieber mehr Freiheit willst und weniger Sicherheit: du bist jung, änder es gleich, bevor du es mal wirklich bereust in 10-15 Jahren.

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wast was? ich hab mir auch schon überlegt auszusteign ausn hamsterrad.. alaska krabbenfischer relativ einfach oder? Sodale nun 6m altes baby (ein Wonneproppen) und mein leben geht auf mit ihr. Vl bist du an der Schwelle zum nächsten Abschnitt

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K_13_•

Das 6m große Baby hat mir jetzt kurz zu denken gegeben ... ("altes", hab ich wohl überlesen, weil 6m in meinem Kopf Meter sind, Monate wären 6M).

Aber ja, vmtl. Schwelle zum nächsten Abschnitt, nur welcher ist noch nicht ganz klar. Aber jedenfalls ist neuer Input an der Zeit. Baby ist definitiv eine Option (würd besser zum aktuellen Setting dazupassen, und es ist dann noch genug Zeit für ein zweites, kenn auch einige, die in der neuen Rolle voll aufgegangen sind), Reisen eine andere, selbst ein Studium wäre evtl. noch möglich, oder eigenes Geschäft aufbauen, oder Hobby das andere Synapsen stimuliert, als jetztiger Alltag.

8
humaninnatureWien•

(Wobei dazugesagt werden soll, dass der nächste Abschnitt net zwingend "Kind" sein muss. Weiß net, ob dus so gemeint hast, ist aber erwähnenswert - just in case. Und ein Kind zu bekommen aus Hoffnung, dass es einem selber bei der Richtungsfindung hilft, ist kein guter Plan fürs Kind. )

7
shevy-java•

Also mir kommt es so vor als ob es die heutige Generation deutlich schwerer hat als die Generationen zuvor. Der Verdienst ist oft lächerlich gering; auch Beziehungen sind oft schwieriger zu führen als früher (durchschnittlich betrachtet - wieviele wollen noch die "Frau ist zu Hause bei den Kindern, der Mann arbeitet" noch? Oder, kann sich dies auch real leisten über die nächsten +20 Jahren hinweg?)

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der_leo•

Hast du schonmal überlegt deine stunden zu reduzieren? Vielleicht hast du mit mehr Freizeit (für Hobbies oder ähnliches) mehr Freude am Leben?

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pixelhippie•

Nur weil die nach außen hin positiv wirken muss nichts heissen.

Aber mal ernsthaft, um den anderen mal was positives andichten zu wollen:

Linda kann man nicht böse sein, hat lange auf die Reise gespart und ist noch immer geflashed davon. Natürlich ist die mega Happy auch wenn sie beim AMS ist (ist 1. nichts schlechtes und 2. bedeutet dass sie gerade mal zurück gekommen ist, das normale Leben hat sie noch nicht eingeholt).

Alex macht was ihm gefällt und kann auch mit den Konsequenzen umgehen aka Nebenjobs machen. Auch wenn es ihm vielleicht ned zaht, er hat ein Ziel vor Augen auf das er hin Arbeitet. Wenn er nicht Positiv wär, könnt er das ned so machen.

Die einzige wichtige Frage ist: bist du zufrieden? Du kannst da ruhig auch mit Ja antworten. Dein Leben ist vielleicht nicht so aufregend aber kann auch zufriedenstellent sein.

Wenn nicht, dann kannst du ja die Leute als Anreiz nehmen und etwas Positives in deinem Leben verändern.

5
noxxis1337•

Nunja, manchmal verliert man eben, und manchmal gewinnen eben die Anderen gif.

Aber Spaß bei Seite!

Viele sind mit 30 - manchmal etwas früher, manchmal etwas später - an einen Punkt im Leben angekommen, an denen sie fest im Leben stehen und langsam etwas mehr über den Sinn des Lebens und über die Zukunft des langsam kürzer werdenden, eigenen Lebens nachdenken. Zumindest ist das bei mir (32) aktuell auch der Fall. Das war bei mir zwar viel früher auch schon so - wer denkt darüber denn nicht nach - aber seit ich 30 bin, merke ich, wie diese Gedanken und diese "Gefühle" wirklich stark zunehmen.

Ich kann Dir nur sagen was ich zu mir selbst immer sage, wenn ich wieder mal daran denke, dass die alten Freunde schon alle mit Haus und Kind leben und ich nur Tag ein und Tag aus im Büro hocke: Es gibt kein richtig oder falsch, welches man an dem vermeintlich "besseren" Leben anderer festmachen könnte. Wenn Du der Meinung bist alles richtig gemacht zu haben, dann ist dies meiner Meinung nach was SEHR positives, welches Du Dir nicht mit falschen Vorstellungen eines noch perfekteren Lebens zu nichte machen lassen solltest!

Gehe und lebe Deinen Weg, so wie Du Dich wohlfühlst, weiter, und lass Dir nicht von anderen sagen oder vorspielen, ein anderes Leben wäre irgendwie besser oder Du hättest/könntest/solltest was anderes tun! Du kannst stolz auf Dich sein, behaupten zu können, alles richtig gemacht zu haben und ich würde mir das von keinen Gedankengang nehmen lassen gif!

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RamoniMaroni:Kaernten: Kärnten•

Hey, find‘s schön dass du hier deine Geschichte mit uns teilst. Dafür auf jeden Fall mal Hut ab. Ich möchte dir aus eigener Erfahrung den Tipp geben dich mal damit zu beschäftigen woraus du deinen Selbstwert ziehst. Bestätigung die man sich von seinem Umfeld holt (Job, Materielles, Partnerschaft, Freunde…) ist immer nur „ausgeborgt“, weil sie nicht aus dir heraus wächst. Sie wirkt von außen auf dich ein, was dich anhängig macht und dein Selbstempfinden wird durch dein Umfeld gespiegelt. Was passiert wenn dein Umfeld „komplett“ ist, „perfekt“ ist? Woher nimmst du dann dein Selbstempfinden und deinen Selbstwert, wie soll da noch eine Weiterentwicklung stattfinden? Vielleicht helfen die ja solche Denkansätze weiter (gibt natürlich auch genug Bücher dazu).

Und sonst, Probier doch ein Ehrenamt aus. Menschen zu helfen ist echt eine verdammt geile Sache und man wächst über sich hinaus.

Sorry für den etwas esoterisch anmutenden Ausschweifer (sonst nicht so meine Art) und Servus.

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so_is_hoid•

Same. Einfach same

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Bernhard_NI•

is holt so...

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Exc0re•

folgendes:

weißt du ob die zwei wirklich glücklich sind oder nur so wirken?

aber ich kann aus Erfahrung sprechen: wenn du Erfüllung suchst dann reduzier deine Stunden oder mach Mal länger Pause. Das ganze Hackln laugt aus, gönn dir auch mal Ruhe - vllt hilft das?

Ich hab mir zusätzlich als Nebenjob eine kreative Arbeit gesucht, erfüllt mich wirklich sehr zur reduzierten Arbeitszeit.

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motasticosaurusWien•

So als Anfang-30er selbst klingt das für mich als wäre dein Alltag zwar in geregelter Bahn, dir aber die Abwechslung im privaten Bereich fehlt. Hobbies oder Dinge auf die du dich nach der Arbeit freust, ggf auch weg von deinem Partner Unternehmungen hast die du machen kannst.

Was unternimmst du in deiner Freizeit?

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